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Berlin & BrandenburgImmer weniger neue Genossenschaftswohnungen in Berlin

03.07.2026, 11:01 Uhr
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Der schleppende Wohnungsneubau in der Hauptstadt betrifft auch die Genossenschaften. Die Zahl der neu gebauten Einheiten ist seit Jahren rückläufig. Das merkt, wer einer Genossenschaft beitreten will.

Berlin (dpa/bb) - Der Wohnungsmangel in Berlin betrifft auch die Genossenschaften. "Mit nur noch 178 fertiggestellten Wohnungen fiel die Zahl der Fertigstellungen 2025 auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren", teilte der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen mit, in dem unter anderem die Wohnungsbaugenossenschaften organisiert sind. Das seien 60 Prozent weniger Neubauten als im Vorjahr.

"Seit dem bisherigen Höchststand von 840 Fertigstellungen im Jahr 2018 ist die Zahl sogar um fast 80 Prozent eingebrochen", teilte der BBU weiter mit. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit etwa 160 Fertigstellungen - einem weiteren Rückgang von mehr als zehn Prozent im Vorjahresvergleich.

Die Gründe seien vielfältig. Neben dem Dauerthema der gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten gehen den Genossenschaften den Angaben zufolge zudem die Baugrundstücke aus. Viele Vereine hätten ihre Baulandreserven inzwischen weitgehend ausgeschöpft, hieß es. "Neue Grundstücke auf dem freien Markt sind aufgrund der hohen Bodenpreise allerdings häufig nur zu Konditionen verfügbar, die mit dem genossenschaftlichen Anspruch dauerhaft bezahlbarer Mieten nicht vereinbar sind."

Angesichts der stetig steigenden Preise bei Neuvermietungen bleibt die Nachfrage nach günstigerem Wohnraum in genossenschaftlichen Wohnungen wenig überraschend hoch. Der Leerstand bei Wohnungsgenossenschaften verharrte dem BBU zufolge Ende 2025 mit rund 0,9 Prozent deutlich unter dem Niveau der übrigen BBU-Mitgliedsunternehmen, zu denen noch landeseigene, kirchliche und private Wohnungsanbieter gehören. "Viele Wohnungsgenossenschaften können deshalb schon heute keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen."

Quelle: dpa

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