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Berlin & BrandenburgKosslick verbindet Film und Wissenschaft für den Klimaschutz

27.05.2026, 05:01 Uhr
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Wissenschaftler treffen auf Filmemacher: Beim "Green Visions"-Festival in Potsdam gibt es Dokus und Debatten rund ums Klima – mitten im Filmmuseum und von Ex-Berlinale-Leiter Dieter Kosslick.

Potsdam (dpa/bb) - Von Donnerstag bis Sonntag steigt in Brandenburgs Landeshauptstadt ein ungewöhnliches Filmfestival: das "Green Visions Potsdam - Filmfestival für nachhaltiges Leben". Es ist die dritte Ausgabe und wird geleitet von jemandem, der sich mit Filmfestivals auskennt: Festivaldirektor Dieter Kosslick. Er war von 2001 bis 2019 Direktor der Berlinale.

"Die Gletscher schmelzen, die Hitze wird größer, die Waldbrände sind stärker, es wird für die Rechte der Natur gekämpft", sagt Leiter Kosslick. "Das sind alles Themen, die wir bei "Green Visions" haben, um die Leute zu sensibilisieren mit guten Filmen, guten Dokumentarfilmen." Es gehe um eine Plattform, um der Klimakrise lösungsorientiert und ermutigend begegnen zu können.

Alfred-Wegener-Institut und Institut für Klimafolgenforschung

Das Besondere: Zu den Filmvorführungen im Filmmuseum Potsdam kommen auch Wissenschaftlerinnen und Forscher, die Vorträge halten und für Diskussionen bereitstehen. "Potsdam gilt als Zentrum für internationale Klimaforschung und Filmproduktion, was es zu einem idealen Standort macht, um diese beiden Disziplinen miteinander zu verbinden", sagen die Veranstalter.

Dabei sind etwa Experten vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) Potsdam und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sowie der Präsident des Umweltbundesamts Dirk Messner. "Potsdam ist Filmstadt und hat eine große Dichte von Forschenden", begründet auch Kosslick, was für die Stadt als Austragungsort spricht.

"Voller Kraft, dass man gemeinsam etwas erreichen kann"

Der Auftaktfilm am 28. Mai: "Trop Chaud KlimaSeniorinnen vs. Switzerland". Er kommt aus der Schweiz. "Wir wollen ja mit dem Festival Hoffnung machen, dass die Leute sagen, wir können etwas tun. Dafür ist dieser Film ideal", erklärt Kosslick. Seniorinnen aus der Schweiz haben sich zusammengetan und gegen die Regierung in der Schweiz geklagt - bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. "Dieser Film ist wirklich voller Energie und voller Kraft, dass man gemeinsam etwas erreichen kann."

Der Abschlussfilm am 31. Mai: "Super Nature" kommt aus Großbritannien. "Der Film zeigt, wie schön die Natur ist, wie schön es auf der ganzen Welt aussieht, was da gefährdet ist", sagt Kosslick. Der Regisseur habe die Idee gehabt, weltweit seine Freunde zu fragen, ob sie nicht mit kleinem Equipment, einer Super-8-Kamera, die Schönheit der Natur in ihren Ländern zeigen wollen. "Das ist ein schöner Ausblick, wo man sagt, dafür lohnt sich der Einsatz."

Quelle: dpa

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