Regionalnachrichten

Berlin & BrandenburgLandwirtschaftsministerin sieht "durchwachsenes" Erntejahr

28.07.2026, 15:06 Uhr
Hanka-Mittelstaedt-sprach-zuletzt-von-einem-durchwachsenen-Erntejahr

Brandenburgs Landwirte stecken mitten in der Erntezeit. Insbesondere in den kommenden Tagen rechnen die Bauern mit guten Erntebedingungen. Die Landwirtschaftsministerin bittet um Verständnis.

Rangsdorf (dpa/bb) - Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) spricht mit Blick auf das bisherige Erntejahr von einem "durchwachsenen" Ergebnis. "Zumindest in der Gerste sind wir durch und da haben wir auch die erste Zwischenbilanz", sagte die Ministerin bei einem Besuch einer Agrargenossenschaft bei Rangsdorf. Je nach Bodenqualität zeichne sich ein "durchwachsenes" Bild.

Im Raps sei das Ergebnis ebenfalls sehr unterschiedlich. Die Pflanze sei insbesondere wegen Restriktionen beim Düngen keine "einfache Kultur", so Mittelstädt. Auf den guten Standorten könnten bis zu drei Tonnen pro Hektar geerntet werden. Auf den "mageren Standorten" sei der Ertrag mit anderthalb Tonnen pro Hektar oft deutlich geringer.

Trockenes Wetter öffnet Erntefenster

Das Erntejahr habe mit einer sonnigen Phase gut begonnen, erklärte die Ministerin. "Wir waren relativ früh dran in der Gerste." Zuletzt habe die Witterung mit einem Wechsel aus Hitze und viel Regen die Ernte erschwert. Die Landwirte müssen nun schauen, wo sie als Erstes ernten, weil Raps und Weizen gleichzeitig abgereift seien. Nun gelte es "die Qualität zu sichern", betonte sie.

Die kommenden Tage sollen laut Meteorologen in Brandenburg überwiegend trocken werden. Das bedeutet gute Bedingungen für die Ernte. "Unsere Landwirte werden daher die Straßen nutzen mit ihren etwas größeren Traktoren und größerer Technik", sagte Mittelstädt. Sie hoffe auf das Verständnis der anderen Autofahrer. "Wir haben als Landwirte nur ein enges Zeitfenster, um die Ernte einzufahren."

Quelle: dpa

Regionales