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Berlin & Brandenburg Mehr Grippe-Impfwillige in Brandenburg

Das Symbolfoto zeigt eine Spitze mit einem Tropfen. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild)

Potsdam (dpa/bb) - Ärzte und Apotheken in Brandenburg bereiten sich darauf vor, dass sich in dieser Saison mehr Menschen im Land gegen Grippe impfen lassen und stellen dafür mehr Impfstoff bereit. Bislang seien knapp eine Million Impfstoffdosen bestellt worden, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Christian Wehry, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. In den vergangenen Jahren waren es seinen Angaben zufolge etwa 630 000 Dosen Impfstoff. Vor Beginn der Grippesaison habe man bereits zehn Prozent mehr Dosen bestellt, das Robert Koch-Institut habe noch einmal um 30 Prozent aufgestockt, berichtete Wehry.

Nach Einschätzung der KVBB wollen sich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen als in den Vorjahren. Die Vertragsärzte im Land hatten von einem deutlich höheren Interesse an der Grippeschutzimpfung berichtet. Laut einer KVBB-Statistik schwankte in den vergangenen zehn Jahren die Zahl derjenigen, die sich gegen die Influenza impfen ließen. Waren es im Jahr 2018 rund 628 000 Brandenburger, lag die Zahl 2019 bei rund 617 000. 2016 ließen sich rund 568 000 Menschen impfen.

Impfen lassen sollten sich laut KVBB alle Menschen über 60, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Vorerkrankungen, wie Herz- und Kreislaufkrankheiten oder Diabetes, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Schwangere. Es sei aus medizinischer Sicht nicht zu spät, sich im November oder Dezember impfen zu lassen, betonte Wehry. "Mögliche Sorgen sind unbegründet." Eine eventuelle Grippewelle komme Anfang nächsten Jahres. Dann sei der Impfschutz sicher aufgebaut, so der Sprecher. Die Saison läuft von der 40. Kalenderwoche bis zur 20. Kalenderwoche des neuen Jahres.

Auch für Personen, die beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben - wie etwa Ärzte, Pflegekräfte, Lehrer, Erzieher oder Busfahrer - sei die Grippeschutzimpfung wichtig, sagte Wehry. Erster Ansprechpartner sei der Haus- oder Kinderarzt beziehungsweise der Facharzt.

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