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Berlin & BrandenburgMordprozess gegen Palliativarzt - Plädoyers der Verteidigung

06.07.2026, 03:31 Uhr
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(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Es geht um den Tod von 15 Menschen. Dutzende weitere Morde soll der Mediziner begangen haben und deswegen lebenslang ins Gefängnis. Was sagen seine Anwälte dazu?

Berlin (dpa/bb) - Der Mordprozess gegen einen Palliativarzt in Berlin wird am Montag (9.30 Uhr) mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hat nach fast einjähriger Verhandlung die Höchststrafe für den 41 Jahre alten Angeklagten gefordert.

Neben lebenslanger Haft für Mord in 15 Fällen beantragte Ankläger Philipp Meyhöfer die besondere Schwere der Schuld festzustellen und Sicherungsverwahrung im Anschluss an die Haftstrafe anzuordnen. Zudem forderte er ein lebenslanges Berufsverbot für den promovierten Mediziner.

Aus Sicht des Staatsanwalts haben sich alle Vorwürfe der Anklage bestätigt: Demnach hat der deutsche Arzt von September 2021 bis Juli 2024 zwölf Frauen und drei Männern jeweils ein tödliches Gemisch verschiedener Medikamente verabreicht. Mehrmals habe er Feuer gelegt, um Spuren zu vertuschen. Als jüngstes Opfer führt die Anklage eine 25-Jährige auf, als ältestes eine 94 Jahre alte Frau. Alle waren schwerstkrank, ihr Tod stand aber nicht unmittelbar bevor.

Der Arzt hatte nach monatelangem Schweigen überraschend am 25. Juni gestanden, zwölf schwer kranke Patientinnen und Patienten bei Hausbesuchen getötet zu haben. Er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten "Leid und Siechtum" zu ersparen, hieß es in seiner Erklärung.

Quelle: dpa

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