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Berlin & Brandenburg Neues Brücken- und Tunnelbauwerk für JVA Plötzensee

Vergitterte Fenster der Justizvollzugsanstalt (JVA) Plötzensee mit einem Strahler und einer Videokamera davor.

(Foto: Paul Zinken/dpa)

Vor rund neun Jahren sind die Gefängnisse zu einer großen Anstalt zusammengelegt worden. Logistisch hat das Herausforderungen mit sich gebracht. Nun soll es Verbesserungen geben.

Berlin (dpa/bb) - Nach der Zusammenlegung der früheren Haftanstalten Charlottenburg und Plötzensee zu einem Komplex sind nun auch die baulichen Veränderungen abgeschlossen. Rund 6,2 Millionen Euro wurden nach Angaben der Senatsjustizverwaltung seit 2018 investiert. Am Mittwoch geht nun offiziell eine Verbindungsbrücke für die JVA Plötzensee über den Friedrich-Olbricht-Damm in Betrieb. Dadurch könnten Abläufe in der Justizvollzugsanstalt besser organisiert werden, hieß es.

Insbesondere aufwendige Fahrten zwischen den verschiedenen Teilen der Anstalt könnten künftig vermieden werden. Nach Angaben eines Justizsprechers fielen davon bislang jährlich mehr als 1600 an. Das Personal musste dabei die Sicherheitsschleusen benutzen und die Vollzugsschlüssel tauschen. Dadurch seien der Aufwand für Transport und Kontrollen groß und ineffizient. Zudem war viel Personal für die Fahrten im Einsatz. Dies werde sich durch das neue Brücken- und Tunnelbauwerk ändern. "Die Verbindungsbrücke steht für einen zeitgemäßen und zukunftsorientierten Justizvollzug", so der Sprecher.

Die Gefängnisse Plötzensee, Charlottenburg und das Gefängniskrankenhaus Berlin sind 2013 zur großen JVA Plötzensee fusioniert. Das Gelände grenzt an die Stadtautobahn A100 im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf an. In dem Gefängnis sind ausschließlich Männer inhaftiert, es gibt laut Anstaltsangaben rund 650 Plätze. Die Haftanstalt ist zugleich zentraler Dienstleister für den gesamten Berliner Justizvollzug, dazu gehören etwa Wäscherei, Fahrdienst und Verpflegung.

Quelle: dpa

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