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Berlin & Brandenburg Polnisch und Deutsch lernen: Land unterstützt Projekt

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Potsdam/Frankfurt (Oder) (dpa/bb) - Die Verflechtung zwischen der polnischen Stadt Słubice und Frankfurt (Oder) zieht sich nicht nur durch alle Lebensbereiche - zahlreiche Kinder wachsen auch mit beiden Sprachen auf. Ein Schulprojekt soll das Polnischlernen jetzt noch verstärken. Das Brandenburger Bildungsministerium hat nach eigenen Angaben ein bilinguales Konzept in Frankfurt (Oder) auf den Weg gebracht - mit einem vierjährigen Schulversuch. Beteiligt sind das Karl-Liebknecht-Gymnasium und die Grundschule Mitte, wie das Ministerium am Sonntag mitteilte.

Demzufolge soll es an der Grundschule Mitte mehr Unterricht im Fach Polnisch geben. Polnisch wird dort bereits seit 2006/7 als zusätzliche erste Fremdsprache gelehrt. Im Gegensatz zu den regulären Klassen soll der Fokus auf der Sprachausbildung für Polnisch liegen, sodass die Sprache gleichrangig neben Deutsch unterrichtet wird.

Am Gymnasium wird demnach unter anderem eine Klasse mit maximal 26 Schülerinnen und Schülern gebildet, die verstärkt Polnisch-Unterricht erhält. Zudem soll das bilinguale Konzept mit einer Leistungsdifferenzierung im Polnisch-Unterricht und der Zuweisung zu Kursen mit veränderter Wochenstundenzahl umgesetzt werden.

Das gute nachbarschaftliche Verhältnis zu Polen sei Herzensanliegen bandenburgischer Landespolitik, erklärte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Für Oberbürgermeister René Wilke (Linke) bergen die deutsch-polnischen Beziehungen Wachstumspotenzial auf allen Ebenen. Dazu sei es wichtig, verbindliche Strukturen zum Erlernen der polnischen Sprache zu schaffen. Die Stadt habe bereits mit einem Frankfurt-Slubicer Handlungsplan 2020-2030 einen Schwerpunkt auf den Bildungsbereich gelegt.

© dpa-infocom, dpa:210620-99-70984/2

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