Berlin & BrandenburgRund 200 vermisste Kinder und Jugendliche in Brandenburg

Nach fast fünf Jahren sind zwei Kinder aus Cottbus wieder aufgetaucht. Was ist der Hauptgrund, warum Kinder als vermisst gelten? Brandenburgs Innenminister Redmann äußert sich dazu.
Potsdam (dpa/bb) - Etwa 200 Kinder und Jugendliche gelten in Brandenburg als vermisst. Mit Stand April seien 194 unter 18-Jährige als vermisst registriert worden, sagte Innenminister Jan Redmann (CDU) im Innenausschuss des Landtags. 84 von ihnen waren jünger als 14 Jahre.
Der Minister zeigte sich erleichtert, dass der Aufenthalt zweier vermisster Kinder aus Cottbus bekanntgeworden sei. Sie galten seit August 2021 als verschwunden. Im Rahmen eines bundesweiten öffentlichen Aufrufs des Bundeskriminalamts hatte sich die Mutter bei der Polizei gemeldet.
Großteil vermisster Kinder kommt wohlbehalten zurück
Der häufigste Fall sei, dass bei sehr schwierigen familiären Situationen einzelne Sorgeberechtigte mit den Kindern untertauchten, sagte Redmann. In 98 Prozent aller in Deutschland als vermisst gemeldeten Kinder und Jugendlichen kehrten sie wohlbehalten zurück. "Für uns gilt der Grundsatz: Bei einem vermissten Kind ist immer von einer Gefahr für Leib und Leben auszugehen, bis das Gegenteil feststeht", sagte der Minister.