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Berlin & BrandenburgUmfrage: Brandenburger stehen hinter Corona-Einschränkungen

07.04.2020, 18:29 Uhr
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(Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Rund drei Viertel der Brandenburger befürworten einer Umfrage zufolge die drastischen Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus. 76 Prozent hielten sie für angemessen, wie der Brandenburg Trend von Infratest dimap für Brandenburg Aktuell und Antenne Brandenburg ergab, den der rbb am Dienstag veröffentlichte. Die Zustimmung ist überdurchschnittlich groß bei Anhängern der Grünen mit 89 Prozent, der SPD mit 87 Prozent und der CDU mit 81 Prozent.

Ein Drittel (34 Prozent) befürchtet laut Umfrage eine Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Dabei ist die Sorge in der Lausitz größer als im Berliner Umland. Fast neun von zehn Brandenburgern erwarten große Auswirkungen für die Tourismusbranche, gut drei Viertel für Landwirtschaft und Ernte. Wegen der Krise sehen 42 Prozent die für Ende Oktober geplante Eröffnung des Flughafens BER in Gefahr, 28 Prozent die Ansiedlung von US-Elektroautobauer Tesla.

Die Brandenburger stehen in der Corona-Krise hinter ihrer Regierung. 59 Prozent sind mit der Kenia-Koalition aus SPD, CDU und Grünen zufrieden. Kurz vor Amtsantritt im November 2019 - als schon feststand, dass die rot-rote Regierung von der rot-schwarz-grünen Regierung abgelöst werden sollte - waren es nur 44 Prozent.

Die SPD behauptet sich in der Umfrage als stärkste Partei und käme auf 27 Prozent der Stimmen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der November-Umfrage. Die CDU käme auf 19 Prozent und stiege um fünf Punkte - das wäre das größte Plus.

Die Grünen, dritte Regierungspartei, stagnierten bei 12 Prozent. Zweitstärkste Partei bliebe die AfD mit 20 Prozent, das wäre ein Minus von zwei Punkten zu November. Die Linke verliert in der Umfrage leicht um einen Punkt auf 11 Prozent. Auch die FDP büßte einen Punkt auf 4 Prozent ein, die Freien Wähler verlören zwei Punkte und erreichten 3 Prozent - damit wären sie nicht mehr im Landtag.

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