Berlin & BrandenburgViel los in Kreuzberg - kein Zugang mehr in Görlitzer Park

Zahlreiche Menschen zieht es am Tag der Arbeit in den Stadtteil Kreuzberg. U-Bahnen halten nicht, Straßen sind gesperrt und auch der Zugang zu einem Park ist nicht mehr möglich.
Berlin (dpa/bb) - Die Polizei hat den Görlitzer Park wegen des großen Andrangs am 1. Mai geschlossen. Der Park in Berlin-Kreuzberg werde nicht geräumt, aber die Menschen dürften nicht mehr hineingehen, sagte ein Sprecher der Polizei. Ein Verlassen des Parks sei aber jederzeit möglich. Mit der Maßnahme wolle man Platz für Rettungskräfte machen, wenn diese benötigt werden.
Tausende Menschen versammelten sich am sonnigen Tag der Arbeit in Kreuzberg, viele protestierten bei der Techno-Demo "Free Görli – Rave against the Zaun" gegen die nächtliche Schließung der Anlage.
Der Park wird nach jahrelangen Debatten seit Anfang März jeden Abend um 22.00 Uhr geschlossen. Dafür waren 16 Eingangstore aufgebaut worden. Der Senat aus CDU und SPD hatte die Maßnahme 2023 beschlossen, um den ausgeuferten Drogenhandel und weitere Kriminalität einzudämmen. Am Donnerstagabend und am Freitagabend verzichtete der Senat allerdings vorsorglich darauf, den Park abzuschließen. Die Entscheidung wurde mit den Partys und Demonstrationen und Tausenden erwarteten Menschen begründet.
Wegen der Menschenmassen in Berlin-Kreuzberg waren auch die umliegenden Straßen für Autos gesperrt. Die U-Bahnhöfe Görlitzer Bahnhof, Hallesches Tor und Kottbusser Tor wurden geschlossen. "Wenn Sie in den genannten Bereich wollen, planen Sie ein Stück zu Fuß gehen zu müssen oder kommen Sie mit dem Rad her", hieß es von der Polizei. Ansonsten fahre die U3 wie gewohnt, halte aber nicht an den drei Bahnhöfen.