Berlin & BrandenburgViele wünschen sich mehr Druck auf Müllsünder

Höhere Bußgelder und mehr Kontrollen: Viele Berliner wünschen sich eine saubere Stadt - und entsprechende Konsequenzen für diejenigen, die dem im Weg stehen.
Berlin (dpa/bb) - Viele Menschen in Berlin wünschen sich, dass mehr für die Sauberkeit in der Stadt getan wird. Das ist das Ergebnis der Befragung "Sauberkeit und Ordnung", an der sich im vergangenen Sommer rund 30.000 Menschen beteiligt haben, wie die Senatskanzlei mitteilte.
So sprachen sich 59 Prozent von ihnen für höhere Bußgelder gegen Müllverursacher aus und 48 Prozent für mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt. Jeweils 41 Prozent wünschten sich mehr Abfalleimer und deren häufigere Leerung, 40 Prozent mehr Straßenreinigung.
"Sauberkeit ist eine Grundvoraussetzung für ein lebenswertes Berlin", so Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). "Die Ergebnisse der Befragung zeigen, wo wir bereits gut aufgestellt sind - und wo wir noch besser werden müssen."
Ordnungsämter kontrollieren in dieser Woche verstärkt
Die Daten wurden vom 16. Juni bis 1. August 2025 auf Grundlage einer Zufallsstichprobe aus dem Melderegister und einer ergänzenden, frei zugänglichen Onlinebefragung durchgeführt. Insgesamt füllten 30.039 Personen die Umfrage vollständig aus. Die Ergebnisse sollen unter anderem Erkenntnisse für die Arbeit der Ordnungsämter liefern.
Zum Teil sind der Senatskanzlei zufolge inzwischen bereits Maßnahmen ergriffen worden, um die Sauberkeit in der Stadt zu erhöhen. Unter anderem gelten nach entsprechenden Beschlüssen von Senat und Landesparlament höhere Bußgelder für illegale Müllentsorgung.
Schwerpunktwoche der Ordnungsämter
Das gilt auch für das achtlose Wegwerfen von Zigarettenkippen, das mit einem Bußgeld von 250 bis zu 3.000 Euro geahndet werden kann. Zuvor waren es nur 80 bis 120 Euro. Noch bis zum Sonntag (5. Juli) gibt es eine berlinweite Schwerpunktwoche der Ordnungsämter, bei denen es insbesondere um weggeworfene Kippen geht.
Dazu soll es in den Bezirken verstärkte Kontrollen geben. "Ziel der Aktion ist es, das Bewusstsein zu schärfen und nachhaltige Veränderungen zu bewirken", wie mehrere Bezirksämter mitteilten.