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Berlin & BrandenburgWarnstreik in Brandenburgs Verkehrsbetrieben

01.03.2024, 02:50 Uhr
Warnstreik-der-Mitarbeiter-vom-Cottbusverkehr
(Foto: Patrick Pleul/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Beschäftigte von zwölf Brandenburger Verkehrsbetrieben haben am Freitag die Arbeit niedergelegt. Somit standen in weiten Teilen des Landes Busse und Straßenbahnen still. "Das heute ist die richtige Antwort für das, was die Arbeitgeber von sich geben", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Freitag am Potsdamer Landtag. Dutzende Protestierende waren dem Aufruf zu der Aktion vor dem Parlament gefolgt. Der Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft aufgerufen hatte, läuft bis in die Nacht zum Freitag. Eine Teilnehmerzahl gab Verdi nicht bekannt.

Die Beschäftigten beklagen schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Löhne. Es sei bereits fünf nach zwölf, führte der Sprecher aus und drohte weitere Streikaktionen an. So reichten Pausenzeiten nicht, oder es fehle an Toiletten an den Endhaltestellen. Hinzu kämen lange Dienstzeiten von bis zu 13 Stunden, sagten einige der Beschäftigten. Die Gewerkschaft hatte auch in anderen Bundesländern zum Warnstreik aufgerufen.

In Brandenburg will Verdi 20 Prozent - mindestens aber 650 Euro monatlich - mehr für die Beschäftigten herausholen. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll ein Jahr betragen. In dem Bundesland betrifft der Tarifkonflikt Verdi zufolge 15 kommunale Verkehrsunternehmen mit insgesamt rund 3500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bundesweit wirkt sich die Tarifrunde laut Gewerkschaft auf mehr als 130 kommunale Unternehmen und rund 90.000 Beschäftigte aus.

Quelle: dpa

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