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Berlin & BrandenburgWas sie vor dem Badeausflug nach Brandenburg wissen sollten

18.06.2026, 04:02 Uhr
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Am Wochenende locken voraussichtlich Temperaturen über 30 Grad Celsius viele Menschen an die Badeseen. Doch ist die Wasserqualität in allen Brandenburger Gewässern gut?

Potsdam (dpa/bb) - Bei angekündigten Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius kehrt am Wochenende voraussichtlich richtiges Badewetter in Brandenburg ein. Tausende Menschen auch aus der Bundeshauptstadt Berlin dürften dann Abkühlung in den Gewässern des Landes suchen. Wo lässt es sich besonders gut baden und was bemängelten Rettungsschwimmer zuletzt? Ein Überblick.

Die Wasserqualität

Brandenburgs Gewässer sind mit Blick auf die Badequalität bis auf wenige Ausnahmen nicht zu beanstanden. Für das Jahr 2026 wurden 253 Badegewässer ausgewiesen, die zuvor von den Gesundheitsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte überprüft wurden. Ergebnis: 238, also 94 Prozent, sind als Orte mit einer "ausgezeichneten" Badegewässerqualität eingestuft worden, sieben Badestellen erhielten das Prädikat "gut" und die Badestelle am Kliestower See (Landkreis Teltow-Fläming) die Einschätzung "ausreichend".

Am Weinbergsee in Vierlinden (Landkreis Märkisch-Oderland) stellten Wasserprüfer zuletzt die Gefahr der "Blaualgenmassenentwicklung" fest. Gleiches gilt für den nur wenige Kilometer entfernten Hohenjesarscher See.

Ein Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA in Kopenhagen bescheinigt Deutschlands Badegewässern zuletzt überwiegend eine ausgezeichnete Wasserqualität. Bei 90,9 Prozent von insgesamt knapp 2.300 untersuchten Badestellen war die Wasserqualität danach exzellent. Damit landete die Bundesrepublik auf Platz 7 der 29 analysierten Länder.

Rettungsschwimmer vor Ort?

"Eine Erhebung, wie viele Seen abgesichert sind, gibt es nicht", sagte ein Sprecher der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in Brandenburg. Allerdings gebe es weitaus mehr unbewachte Badeseen im Vergleich zu den Orten, an denen ehrenamtliche Kräfte das Geschehen im Wasser im Blick hätten. "Wir brauchen eigentlich Unterstützung in allen Bereichen - vor allem ehrenamtliche Rettungsschwimmer."

Das Miteinander am Wasser

Die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) stellten zuletzt immer wieder fest, dass mitunter der Blick für das eigene Kind oder dem Nebenmann fehle. "Wir sehen viele Eltern, die am Handy hängen, während ihre Kinder an der Wasserkante spielen", betonte der DLRG-Sprecher. Wasser bedeute viel Freude, aber man sollte dennoch beachten, dass das Wasser auch Gefahren berge.

Es fehle auch häufig der fürsorgliche Blick füreinander, bemängelte der Sprecher. Dabei gehe es um die Aufmerksamkeit für das Wohlbefinden anderer Badegäste. "Wir werben dafür, dass alle, die am Wasser unterwegs sind, so ein bisschen den Blick für die Mitmenschen haben sollten." Das bedeute nicht, dass man sich als Rettungsschwimmer betätigen solle, aber dennoch ein wenig aufmerksamer den anderen Badegästen gegenüber sein sollte.

Sind zuletzt mehr Menschen ertrunken?

In Brandenburg sank die Zahl der Badetoten im vergangenen Jahr etwas. 25 Menschen seien 2025 in den dortigen Gewässern ums Leben gekommen, teilte die DLRG mit. Ein Jahr zuvor waren es noch 30 gewesen. Erfreulich sei, dass die Zahl der ertrunkenen Kinder relativ gering sei. Auch deutschlandweit sank die Zahl der Badetoten den Angaben zufolge um 18 auf 393.

FKK-Angebote?

"FKK"-Baden ist auch in Brandenburg noch Jahre nach der Wiedervereinigung an vielen Orten fest verankert. An zahlreichen Seen wie dem Heiligen See in Potsdam, dem Beetzsee bei Brandenburg an der Havel oder dem Tonsee (Landkreis Dahme-Spreewald) findet man eigens ausgewiesene FKK-Bereiche. Wie viele FKK-Angebote es in Brandenburg gebe, ließe sich schwer sagen, sagte zuletzt ein Sprecher der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. Online kann man gezielt nach FKK-Stränden in seiner Umgebung suchen.

Quelle: dpa

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