Regionalnachrichten

Berlin & BrandenburgUnwetter zieht größtenteils an Berlin und Brandenburg vorbei

09.01.2026, 15:10 Uhr
Kaum-Probleme-gab-es-Morgen-auf-der-Schiene

Vor einem Schneesturm in Berlin und Brandenburg wurde gewarnt. So kam es dann nicht. Eisig kalt bleibt es erst einmal.

Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Das angekündigte Unwetter ist an Berlin und Brandenburg vorbeigezogen. Lediglich für einen Streifen entlang der Landkreise Havelland, Teltow-Fläming, Niederlausitz rechne man tagsüber mit teils heftigem Schneefall mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bei starkem Wind könnten sich örtlich die Schneeverwehungen auftürmen. Auf den Landstraßen könne es durch die Verwehungen in Brandenburgs Süden zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Nach Unwetterwarnungen gaben die Meteorologen am Freitagmorgen Entwarnung für Berlin und den Großteil Brandenburgs. Von den "schlimmsten Befürchtungen" blieben Berlin und Brandenburg verschont, sagte der Wetterdienst-Sprecher. Am Nachmittag hoben die Meteorologen zudem die Warnung vor starken Schneeverwehungen für den Landkreis Prignitz auf.

Der Wetterdienst hatte noch am Donnerstagabend für Berlin und Brandenburg vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen gewarnt. Aufgrund hoher Schneedecken, blockierter Verkehrswege und stark eingeschränkten Sichtweiten bestehe Gefahr für Leib und Leben, hieß es.

Wetterdienst: Keine Gefahr mehr für Leib und Leben

"Wir sehen keine Gefahr von Leib und Leben", sagte der Sprecher am Morgen. Am Nachmittag soll es leicht schneien, jedoch nicht in der zunächst vorhergesagten Intensität. Lediglich der Süden Brandenburgs soll wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee bekommen. Weiterhin werde es kalt bleiben. Bei teils starken Böen könne die gefühlte Temperatur bei minus 20 Grad liegen, erklärte der DWD-Sprecher.

Entsprechend der entspannteren Wetterlage lief auch der öffentliche Nahverkehr weitestgehend wie gewohnt. Laut den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) waren Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen auf nahezu allen Linien im Einsatz. Demnach fuhren nur die Buslinie 218 sowie die Fähren 11 und 12 aufgrund des Wetters weiterhin nicht. Mit Verweis auf die Straßenverhältnisse teilte die BVG mit, dass es besonders bei Bussen zu Verspätungen kommen könnte.

Nur wenige Unfälle

Am frühen Morgen gab es laut Polizei auf den Straßen Brandenburgs nur wenige Unfälle. In Brandenburg wurde demnach von Mitternacht bis 7.00 Uhr morgens nur eine einstellige Zahl Verkehrsunfälle gemeldet. Dies entspreche dem Durchschnitt der letzten Tage. Auch in Berlin war die Verkehrslage bis mittags nach Angaben der Polizei ruhig, es gebe nicht mehr Unfälle als in den vergangenen Tagen.

Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) lief der Flugverkehr normal. "Wir haben kompletten Normalbetrieb", sagte ein Sprecher des Flughafens am Morgen. Zwar gebe es vereinzelt Flugabsagen, diese könnten aber mit den Bedingungen an den Zielflughäfen zu tun haben. Die Fluggesellschaften entscheiden in der Regel selbst über entsprechende Absagen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder informierte sich am frühen Morgen bei der Autobahnmeisterei Rangsdorf im Süden Berlins über die Verkehrslage. Beim Wechsel der Nacht- zur Tagschicht um 6.30 Uhr dankte er den Straßenwärtern: "Ich möchte mich bedanken für das, was sie nicht nur bei diesen extremen Wetterlagen für die Sicherheit und Mobilität von uns allen leisten", sagte er laut Pressemitteilung. Anschließend war der Verkehrsminister als Beifahrer mit einem Räumfahrzeug unterwegs.

Andernorts in Deutschland zog Wintersturm "Elli" mit geballten Schneeladungen übers Land. Die Deutsche Bahn reagierte und stoppte den Fernverkehr im Norden. Erhebliche Behinderungen gab es auf mehreren Autobahnen: In Osthessen waren laut Polizeipräsidium drei Autobahnen in beide Richtungen blockiert, die A7, die A4 und die A5.

Ausblick auf Samstag

Am Samstag soll in Berlin und Brandenburg im Tagesverlauf die Sonne herauskommen, sagte DWD-Meteorologe Robert Scholz am Nachmittag. Im Norden von Brandenburg seien nachmittags noch einzelne Schneeschauer möglich. Zudem werde es sehr kalt. Allerdings sei der Wind nicht mehr so stark, weswegen die gefühlte Temperatur dann höher sei. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen minus drei Grad in der Uckermark und minus sieben Grad im Landkreis Elbe-Elster. In Berlin sollen es höchstens minus 5 Grad werden.

Quelle: dpa

Regionales