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Berlin & BrandenburgWieder Schüsse in Berlin - Festnahmen in Hessen

29.03.2026, 15:40 Uhr
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Erneut rückte die Polizei am Wochenende wegen Schüssen und gezogener Waffen aus. Die Ermittlungen im Bereich der organisierten Kriminalität führten zu einem ersten Erfolg - in Darmstadt.

Berlin (dpa/bb) - Scharfe Waffen und Schüsse auf ein Lokal in Neukölln haben die Polizei an diesem Wochenende beschäftigt. Am frühen Morgen schossen Unbekannte auf die Scheiben einer Gaststätte in der Hermannstraße, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde dieses Mal niemand, obwohl sich während der Tat Menschen in dem Lokal aufhielten. Einsatzkräfte sicherten Spuren.

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Schüsse auf den Straßen Berlins mit Leicht- und Schwerverletzten. Die Ermittler verorten viele der Taten im kriminellen Milieu. Oft handelt es sich laut Polizei um Erpressungen von Geschäftsleuten sowie Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität.

38-Jähriger vor rund einer Woche angeschossen

Erst am vergangenen Wochenende war ein 38-Jähriger in Schöneberg angeschossen und im Unterkörper verletzt worden. Im hessischen Darmstadt nahm die Polizei in dieser Woche drei Männer fest, die für den Schusswaffenangriff auf den 38-Jährigen in Schöneberg verantwortlich sein sollen. Dabei handele es sich um drei 19, 20 und 21 Jahre alte Männer, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ein Ermittlungsrichter erließ den Angaben nach am Freitag Haftbefehl.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, am 22. März von Darmstadt aus nach Berlin gefahren zu sein. In Schöneberg sollen sie den 38-Jährigen aus seiner Wohnung gelockt und auf ihn geschossen haben. Er erlitt schwere Verletzungen, die Täter entkamen zunächst unerkannt. Lebensgefahr bestand nicht.

Erste Festnahmen in Hessen

Am vergangenen Montag rückte die Polizei zudem mit einem größeren Aufgebot im Volkspark Hasenheide an, nachdem Zeugen von Schüssen berichtet hatten. Nach knapp drei Stunden war die Suche mit rund 50 Polizistinnen und Polizisten beendet – ohne Ergebnisse.

Wegen der Entwicklung wurde bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) "Ferrum" (lateinisch, übersetzt: "Eisen") eingerichtet. Die Berliner Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe "Telum" nach. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden. Die Sondereinheit ermittelt zu den Schüssen in Schöneberg - und nun auch zu denen in Neukölln.

Pizzabote mit Waffe bedroht

Am Wochenende rückte die Polizei in zwei weiteren Fällen mit Schusswaffen aus, die ersten Erkenntnissen zufolge aber nichts mit diesen Vorgängen zu tun haben. In Hellersdorf wurde ein Spezial-Einsatz-Kommando (SEK) gerufen, weil dort ein 49-Jähriger einen Pizzaboten mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Der Lieferant konnte weglaufen und wurde nicht verletzt. Eine Atem-Alkoholkontrolle bei dem 49-Jährigen ergab laut Polizei einen Wert von knapp 2,2 Promille. Die scharfe Waffe mit dazugehöriger Munition wurde sichergestellt.

In Kreuzberg wiederum soll in der Nacht auf Sonntag ein 24-Jähriger an ein Fahrzeug mit zwei Männern herangetreten, eine Waffe gezogen und diese durchgeladen haben. Zivilbeamte beobachteten die Szene und schritten ein. Verletzt wurde niemand. Der 24-jährige Verdächtige wurde festgenommen. Beteiligt an der Szene war den Angaben zufolge ein 25 Jahre alter Mann, bei dem es sich um einen derzeit vom Dienst suspendierten Auszubildenden der Berliner Polizei handeln soll.

Quelle: dpa

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