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Berlin & BrandenburgZwischen Gluthitze und Unwettern - Feuerwehr muss ausrücken

21.06.2026, 17:25 Uhr
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Auf die Hitze folgten heftige Gewitter: Blitze setzten Gebäude in Brand, Feuerwehren rückten nach Sturm und Starkregen zu Einsätzen aus. Ist die Unwettergefahr jetzt vorbei?

Potsdam (dpa/bb) - Sommeranfang, Hitze und heftige Gewitter: Bei Temperaturen über 30 Grad hat es am Wochenende in Teilen Brandenburgs ordentlich gekracht.

Die Feuerwehren rückten vermehrt wegen umgestürzter Bäume und Überflutungen aus. Es kam zu Blitzeinschlägen und Bränden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für mehrere Landkreise eine Unwetterwarnung heraus.

Starkregen und Sturmböen unterbrachen mancherorts die Feierlaune bei Open-Air-Veranstaltungen. Beim größten Volksfest in Südbrandenburg - beim Cottbuser Stadtfest - musste das Bühnenprogramm am Samstag für einige Zeit stoppen, wie die Stadt mitteilte.

Die Gewitter durchkreuzten auch manchen Badeausflug. Wenn Blitz und Donner im Anmarsch sind, heißt es laut DLRG: Schnell raus aus dem See. Auch die Sonne machte sich bei schwülheißen Temperaturen eher rar.

Beruhigung zum Beginn der Woche

Nach dem mancherorts durchwachsenen Beginn des kalendarischen Sommers am 21. Juni beruhigt sich die Wetterlage zum Wochenanfang aber. Bis Dienstagabend gebe es "keine warnwürdigen Wettererscheinungen", so der DWD in seiner Vorhersage. Am Montag soll es trocken bleiben bei Höchstwerten von 25 bis 29 Grad.

Mehr als 150 Einsätze im Nordosten

Die Feuerwehren hatten am Wochenende wegen heftiger Gewitter viel zu tun. Am Sonntagnachmittag meldete die Regionalleitstelle Nordost, es habe 151 wetterbedingte Einsätze in den Landkreisen Barnim, Oberhavel und Uckermark gegeben. Feuerwehren mussten im nördlichen Brandenburg nach Blitzeinschlägen in Gebäuden, wegen abgeknickter Bäume und vollgelaufener Keller ausrücken, wie es hieß.

Wohnhausbrand nach Blitzeinschlag

Ein Blitzeinschlag in ein Wohnhaus verursachte in Hönow in der Gemeinde Hoppegarten (Kreis Märkisch-Oderland) einen Schaden von mindestens 100.000 Euro. Das teilte die Polizei mit. Ein Feuerwehrmann sei beim Löschen am Samstag verletzt worden.

Heftige Gewitter im Süden Brandenburgs

Ebenfalls am Samstag waren die Feuerwehren in der Lausitz laut Regionalleitstelle zu dutzenden Einsätzen wegen der Gewitter unterwegs. Zu einem Scheunenbrand sei es vermutlich nach einem Blitzeinschlag in Großkrausnick im Elbe-Elster-Kreis gekommen. In Calau habe ein Getreidefeld nach einem Blitzschlag gebrannt. Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen der Regionalleitstelle nicht verletzt.

Waldbrandgefahr gesunken

Vorläufige Entspannung bringt kräftiger Regen für die Wälder. Das Waldbrandrisiko sank - aber wie lange hält die Erholung für die Natur an? Die Gefahr werde zur Wochenmitte wieder deutlich ansteigen, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. In diesem Jahr habe es bislang 130 Waldbrände gegeben.

Stresstest für Straßenbeläge

Extreme Hitze ist auch für Straßenbeläge ein Stresstest: Auf der Autobahn 13 von Dresden Richtung Schönefelder Kreuz entstanden zwischen der Anschlussstelle Duben am Rande des Spreewalds und Freiwalde (Landkreis Dahme-Spreewald) Fahrbahnschäden, wie die Polizei mitteilte. Verkehrsbehinderungen sind die Folge: Die Geschwindigkeit sei auf Tempo 30 begrenzt worden.

In Cottbus sorgte ein ganz anderer Vorfall für einen großen Schrecken: Vermutlich auch wegen der Hitze stürzte eine Glasscheibe aus einem Büroturm auf den Gehweg. "Durch starke Hitzeeinwirkung, so erste Vermutungen zur Ursache, könnte sich der Kleber an dem Fenster gelöst haben", teilte die Stadt mit. Cottbus war am Freitag der Hitze-Hotspot in Brandenburg mit 36,2 Grad.

Quelle: dpa

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