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Hamburg & Schleswig-Holstein Affäre um Rolling-Stones-Karten: Prozess beginnt

Der Schriftzug

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - In der Freikarten-Affäre um das Konzert der Rolling Stones 2017 im Hamburger Stadtpark beginnt heute (9.30 Uhr) der erste Prozess vor dem Amtsgericht. Angeklagt ist die frühere Gesundheitsstaatsrätin Elke Badde (SPD). Die Staatsanwaltschaft wirft der 59-Jährigen Vorteilsannahme und Verleitung von Untergebenen zu einer Straftat vor.

Laut Staatsanwaltschaft hatte Badde zwei vom regulären Verkauf ausgenommene Tribünenkarten einschließlich vergünstigter Gebühren für 357,50 Euro gekauft. Die Karten stammten demnach aus einem Kontingent von 300 Kauf- und 100 Freikarten, die der ehemalige Leiter des Bezirksamts Nord, Harald Rösler (SPD), vom Konzertveranstalter verlangt haben soll. Das Bezirksamt war für die Genehmigung des Konzerts zuständig.

Badde soll zudem als Vorgesetzte ungeprüft ein zurückdatiertes Schreiben nachträglich abgezeichnet haben. Damit habe Röslers kostenloser Besuch des Konzerts gemeinsam mit seiner Frau sowie die Teilnahme an einem Empfang nachträglich genehmigt werden sollen, ebenso wie die Weitergabe von vier Freikarten an Bekannte.

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