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Hamburg & Schleswig-HolsteinDeutliche Verdienstunterschiede bei Engpassberufen im Norden

30.04.2026, 11:01 Uhr
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In Hamburg und Schleswig-Holstein klaffen die Gehälter in Engpassberufen weit auseinander. Wer im April 2025 trotz hoher Nachfrage weniger verdient hat, zeigt eine neue Statistik.

Kiel/Hamburg (dpa/lno) - In Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es bei sogenannten Engpassberufen deutliche Verdienstunterschiede. Engpassberufe sind Berufe, in denen die Nachfrage nach Arbeitskräften das Angebot übersteigt. Laut Statistikamt Nord verdienten in Hamburg im April 2025 vollzeitbeschäftigte Gesundheits- und Krankenpfleger im Schnitt 4.466 Euro brutto. Das war etwas weniger als der Durchschnitt aller Fachkräfte mit anerkannter Berufsausbildung. Der lag bei 4.592 Euro brutto.

Auch andere stark nachgefragte Berufe wurden den Angaben zufolge in der Hansestadt unterdurchschnittlich bezahlt. Köchinnen und Köche verdienten 3.045 Euro, Verkäuferinnen von Fleischwaren 2.987 Euro und tiermedizinische Fachangestellte 2.974 Euro.

Fachkräfte für Leitungsinstallation und -wartung lagen dagegen mit 6.712 Euro deutlich über dem Durchschnitt. Auch Fachkräfte für regenerative Energietechnik mit 6.102 Euro und Schifffahrtskaufleute mit 5.954 Euro erhielten ein überdurchschnittliches Gehalt.

Blick auf Schleswig-Holstein

Vollzeitbeschäftigte Fachkräfte mit anerkannter Berufsausbildung verdienten in Schleswig-Holstein im April 2025 durchschnittlich 3.966 Euro. In einigen Engpassberufen lagen die Einkommen höher: Fachkräfte der elektrischen Betriebstechnik erhielten im Schnitt 5.088 Euro, Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege 4.479 Euro, meldete das Statistikamt Nord.

Auch im nördlichsten Bundesland erhielten nicht alle Fachkräfte in Mangelberufen überdurchschnittliche Löhne. Beschäftigte in der Abfallwirtschaft verdienten in Vollzeit mit 3.527 Euro etwa 440 Euro weniger als der Durchschnitt. Fachkräfte im Fleischverkauf lagen mit 2.664 Euro sogar rund 1.300 Euro darunter.

Quelle: dpa

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