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Hamburg & Schleswig-HolsteinErster Neubau bei der FSG nach Insolvenz

16.02.2026, 14:03 Uhr
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Gut ein Jahr nach der Insolvenz der Flensburger Werft wird bei der FSG wieder an einem neuen Auftrag gearbeitet. Kunde ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Flensburg (dpa/lno) - Mit dem sogenannten Brennstart hat bei der Flensburger Werft FSG Shipyard GmbH der Bau einer 48 Meter langen schwimmenden Technologieplattform begonnen. Es sei der erste Neubau in Flensburg nach der Übernahme, nach der Insolvenz vor gut einem Jahr, sagte Werfteigentümer und Gesellschafter der Heinrich Rönner Gruppe, Thorsten Rönner. Es sei ein vergleichsweise kleines, aber komplexes Schiff. Die FSG arbeitet im Unterauftrag für die Lloyd Werft Bremerhaven.

Die Plattform wird im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gebaut. Sie soll nach DLR-Angaben als schwimmendes Labor dazu dienen, klimaverträgliche Antriebe, zum Beispiel auf Basis von Wasserstoff und Batterien, zu erproben und weiterzuentwickeln.

Im Oktober 2027 soll das Schiff an den Kunden ausgeliefert werden, sagte Edzard Brünner, der Projektverantwortliche bei der Lloyd Werft. Das Unternehmen gehört wie die FSG zur Heinrich Rönner Gruppe. Nach Fertigstellung soll das Schiff seinen Heimathafen in Kiel haben.

Neubau vereint zwei Systeme in einem

Gesa Ziemer, Abteilungsleiterin beim DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme, erklärte, was die Plattform so besonders macht: "Das Schiff muss im Grunde ausfallsicher sein." Daher vereint es zwei Systeme in einem. Ein Basissystem mit einem dieselelektrischen Antrieb. Und ein flexibles modulares Forschungssystem, welches es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erlaubt, neuartige Energiekomponenten und Kraftstoffe im realen Schiffsbetrieb zu erforschen. Die Testkomponenten können in den Schiffsbetrieb zugeschaltet werden und zeitweilig die Aufgaben des Basissystems übernehmen.

Werftchef blickt optimistisch in die Zukunft der FSG

Die Heinrich Rönne Gruppe hatte die FSG nach der Insolvenz Ende Januar 2025 übernommen. Thorsten Rönner sagte, man sei optimistisch, dieses Jahr Marineschiffe zumindest mitzubauen. "Alles Weitere wird die Zeit ergeben." Zudem gebe es Gespräche über weitere Neubauten mit verschiedenen Kunden. "Wir glauben, im zweiten Jahr auf dieser Werft, den endgültigen Turnaround wieder hinbekommen."

Quelle: dpa

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