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Hamburg & Schleswig-HolsteinFrau gegen Kopf getreten - Fünf Jahre Haft für Ehemann

13.05.2026, 13:37 Uhr
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Tritte gegen den Kopf, Faustschläge ins Gesicht: Die Liste der Gewalttaten, die ein 51-Jähriger seiner Ehefrau angetan haben soll, ist lang. Einen Mordversuch sieht das Gericht aber nicht.

Hamburg (dpa/lno) - Wegen schwerer Misshandlung seiner Ehefrau hat das Landgericht Hamburg einen Angeklagten zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der 51-Jährige wurde wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Bedrohung schuldig gesprochen. Die Anklage hatte ursprünglich auf versuchten Mord gelautet. Das Urteil wurde bereits am 28. April verkündet, aber erst jetzt vom Gericht mitgeteilt. Es ist noch nicht rechtskräftig.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Angeklagte mit voller Wucht mehrfach auf den Kopf seiner Ehefrau getreten. Laut Staatsanwaltschaft hatte sich die Frau zwei Monate vor der Tat am 6. April 2024 von ihrem Ehemann getrennt. Die Anklage ging davon aus, dass der Nordmazedonier seine Partnerin töten wollte, weil aus seiner Sicht kein anderer Mann eine Beziehung mit ihr führen dürfe.

Beim Prozessauftakt am 27. März hatte der Angeklagte eine Erklärung vorgelesen, in der es hieß: "Ich bedauere, was passiert ist."

Faustschläge ins Gesicht und Tritte gegen den Kopf

Zu der Attacke soll es auf der Dachterrasse einer Wohnung in Hamburg-Rahlstedt gekommen sein. Die Anklage listete zahlreiche Faustschläge ins Gesicht und Tritte gezielt gegen den Kopf auf. Die Frau habe unter anderem eine Gehirnerschütterung, eine Nasenbeinfraktur, eine Trommelfell-Verletzung sowie eine Vielzahl von Hämatomen, Prellungen und Risswunden erlitten.

Der Sohn versuchte diesen Angaben zufolge, seiner Mutter zu Hilfe zu eilen. Schließlich gelang es ihm, die Polizei zu rufen. Zwei Beamte konnten den Mann von seinem Opfer wegziehen. "Das ganze Gesicht war geschwollen", sagte einer der Polizisten als Zeuge im Gerichtssaal über das Opfer.

"Ich hatte nicht die Absicht, sie zu töten"

Er habe 24 Jahre mit der Frau zusammengelebt, habe mehrere Kinder mit ihr, berichtete der Angeklagte. So etwas sei vorher noch nie passiert. Er habe Alkohol getrunken und einen Joint geraucht. Seine Frau habe ihm in einem Streit gesagt, dass sie nun die Scheidung wolle. Das habe ihn in Wut versetzt. "Ich hatte nicht die Absicht, sie zu töten", sagte er vor Gericht.

Quelle: dpa

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