Hamburg & Schleswig-HolsteinGewaltiger Lagerhallenbrand in Neumünster unter Kontrolle

Die Bahnstrecke Hamburg-Kiel/Flensburg ist mit Einschränkung wieder frei. Wegen möglicher Schadstoffe bleiben einige Schulen und Kitas geschlossen. Die Suche nach der Brandursache steht am Anfang.
Neumünster (dpa/lno) - Der gewaltige Lagerhallenbrand in Neumünster ist unter Kontrolle. Das Feuer hatte sich am Dienstagmorgen in einem großen Gebäudekomplex im Stadtteil Wittorf ausgebreitet. Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, werden zwei Bagger eingesetzt, um die Lagerhallen abzureißen und so an mögliche Glutnester heranzukommen.
Die Rauchentwicklung sei im Vergleich zum Vortag deutlich zurückgegangen. Da es jedoch immer wieder zum Aufflammen kommen könne, bleibe die Warnung in der NINA-Warn-App aktiv. Die Anwohner sind weiterhin gebeten, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen auszuschalten.
Akkus in Brand
In einem Teil der Halle waren unter anderem Akkus gelagert, die sich erneut entzünden können. An den Löscharbeiten waren zeitweise 250 Einsatzkräfte aller Feuerwehren der Stadt sowie aus mehreren Umlandgemeinden beteiligt. Hilfe kam auch von den Feuerwehren aus Kiel und Hamburg. Ein durch Rauchgas leicht verletzter Mensch wurde im Krankenhaus behandelt.
Die zuvor gesperrte Bahnstrecke Hamburg-Kiel/Flensburg wurde wieder freigegeben. Allerdings dürfen die Züge auf einer Strecke von 600 Metern nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.
Ursache des Feuers noch unklar
Die Ursache des Brandes war nach Polizeiangaben nicht bekannt. Brandermittler können die Ruine erst betreten, wenn das Feuer aus ist und die Reste des Hallenkomplexes abgekühlt sind.
Schulen und Kitas geschlossen
Das Ordnungsamt der Stadt Neumünster hat die Gesamtschule Faldera, die Grundschule an der Schwale, die Fröbelschule, den Hauke-Haien-Kindergarten und die Kita Faldera geschlossen, da in den Außenbereichen Brandreste niedergegangen sind und diese Bereiche gereinigt werden müssen. Für private Kindertageseinrichtungen in dem Bereich gilt eine entsprechende Empfehlung. Es werden Schadstoffmessungen vorgenommen. Ergebnisse lagen nach Angaben der Stadt noch nicht vor.