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Hamburg & Schleswig-HolsteinGünther: Art der Diskussion um Carstens unangemessen

07.10.2022, 12:15 Uhr
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(Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Art der Diskussion um den umstrittenen Justizstaatssekretär Otto Carstens (CDU) als unangemessen bezeichnet. "Ich halte das für ziemlichen Klamauk, was da von Seiten der Opposition betrieben wird, ich finde es übrigens auch völlig unangemessen, solche Dinge in einer solchen Art und Weise hochzuziehen, wo die Bürgerinnen und Bürger völlig andere Interessen im Moment haben", sagte Günther der dpa am Freitag.

"Für mich ist das eher ein Zeichen der Schwäche der Opposition, dass sie schlicht an inhaltlicher Auseinandersetzung kein Interesse hat, sondern Dinge skandalisiert, um sozusagen eine Regierung in Misskredit zu bringen. Mich lässt das vollkommen kalt, weil ich mich auf ganz andere Aufgaben konzentriere." Carstens habe sehr klar Stellung bezogen und unmissverständlich gesagt, wo er politisch steht, betonte Günther.

Carstens war unter anderem wegen Plagiatsvorwürfen im Zusammenhang mit seiner Doktorarbeit, zweifelhaften Äußerungen zum Strafvollzug sowie seiner Mitgliedschaft in zwei schlagenden Studentenverbindungen in die Kritik geraten. Im Rechtsausschuss bezeichnete er seine Mitgliedschaften als Privatsache.

Carstens ist Mitglied bei der Verbindung Irminsul in Hamburg und im Innsbrucker Corps "Gothia". Irminsul hatte zugleich mit der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften und deshalb beobachteten Burschenschaft Germania an Fechtveranstaltungen teilgenommen, dies mittlerweile aber auf Antrag von Carstens für beendet erklärt.

Quelle: dpa

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