Hamburg & Schleswig-HolsteinMehr Menschen sterben 2025 auf Schleswig-Holsteins Straßen

94 Menschen starben 2025 bei Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein – acht mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen: Pedelec-Fahrer und Kinder. Was der neue Verkehrssicherheitsbericht noch zeigt.
Kiel (dpa/lno) - Auf Schleswig-Holsteins Straßen sind im vergangenen Jahr 94 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das waren acht Menschen mehr als ein Jahr zuvor, wie Innenministerin Magdalena Finke (CDU) bei der Vorstellung des Verkehrssicherheitsberichts sagte. Die Zahl lag unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt (99 Tote).
Sieben Menschen starben, als sie mit einem Pedelec unterwegs waren. Innerorts waren das die häufigsten Opfer. Sechs Menschen starben auf Fahrrädern, fünf bei Autounfällen. Außerorts starben 38 Insassen eines Wagens und 14 Menschen auf Motorrädern. "Hinter jedem Verkehrstoten steckt ein trauriges Schicksal und eine Familie, die mit diesem schrecklichen Verlust weiterleben muss", sagte Finke.
Weniger Unfälle
Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr 89.855 Unfälle. Das waren 198 oder 0,2 Prozent weniger als 2025. Auch die Zahl der Verletzten ging um 0,9 Prozent auf 15.403 Betroffene zurück. Darunter waren 1.816 Schwerverletzte.
Auffällig in der Statistik: Die Zahl der Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent auf 1.305. "Die Zahl der verunglückten Kinder nahm um 9,3 Prozent auf 1.366 zu", sagte Finke. 1.281 Kinder wurden leicht verletzt. Das entspricht einem Anstieg um 11,1 Prozent. Die Zahl der schwer verletzten Kinder sank dagegen um 12,5 Prozent auf 84. Wie 2024 kam ein Kind im Straßenverkehr ums Leben.