Hamburg & Schleswig-HolsteinWinternotprogramm für obdachlose Menschen in Hamburg endet

Diese Woche endet regulär das Winternotprogramm für obdachlose Menschen in Hamburg. Wo kommen besonders schutzbedürftige Personen jetzt unter?
Hamburg (dpa/lno) - Nach einem harten und frostigen Winter endet am Dienstag das Winternotprogramm für obdachlose Menschen in Hamburg. Besonders schutzbedürftige Menschen hätten wie in den Vorjahren die Möglichkeit, auch nach dem Ende des Programms in der Unterkunft in der Friesenstraße 22 zu bleiben, bis Anschlusshilfen gefunden werden könnten, sagte die Sozialbehörde. Das geht aus einer kleinen Anfrage der CDU-Fraktion hervor. Für diese Menschen sei es auch möglich, sich tagsüber in der Unterkunft aufzuhalten.
In der Regel müssen obdachlose Menschen die Unterkünfte des Winternotprogramms tagsüber für mehrere Stunden verlassen. Im Januar hatte die Diakonie eine ganztägige Öffnung des Winternotprogramms gefordert. Besonders an sehr kalten Tagen sei der Aufenthalt im Freien für die rund 3.800 obdachlosen Menschen in Hamburg mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden, hatte die Diakonie gesagt.
Programm soll obdachlosen Menschen in den Wintermonaten helfen
Während der gesamten Laufzeit des Programms hat es jederzeit freie Plätze gegeben, wie die Sozialbehörde der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Dies gelte auch für die vergangenen Jahre. Insgesamt stünden über 1.000 Notübernachtungsplätze zur Verfügung. Bei zusätzlichem Bedarf sei flexibel nachgesteuert worden.
Genaue Angaben zur Zahl der obdachlosen Menschen, die das Winternotprogramm diesen Winter genutzt haben, konnte die Sozialbehörde nicht machen.
Im Rahmen des Winternotprogramms bieten die Unterkünfte in der Friesenstraße in Hammerbrook 400 und in der Châu-und-Lân-Straße in Moorfleet gut 300 Plätze für obdachlose Menschen an - zusätzlich zu den ständigen Notübernachtungsstätten im Pik As in der Eiffestraße (330 Plätze) und der Frauen-Einrichtung Hinrichsenstraße (60 Plätze). Das Programm läuft regulär vom 1. November bis zum 31. März.