Hamburg & Schleswig-HolsteinZahl der Antibiotika-Verordnungen im Norden nimmt ab

Bei bakteriellen Infektionen sind Antibiotika Lebensretter. Um ihre Wirksamkeit zu erhalten, müssen sie gezielt eingesetzt werden. Im Norden gibt es eine klare Tendenz bei den Verordnungen.
Kiel (dpa/lno) - Ärzte in Schleswig-Holstein haben im vergangenen Jahr weniger Antibiotika verschrieben als 2024. Patientinnen und Patienten erhielten knapp 890.000 Antibiotika-Rezepte, wie die AOK NordWest mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereits von 2023 auf 2024 hatte es einen Rückgang von gut einer Million auf 945.000 Verordnungen gegeben.
Antibiotika sind wichtige Medikamente, die gegen bakterielle Infektionskrankheiten wirken. "Richtig eingesetzt, kann ein Antibiotikum Leben retten. Unnötig verabreicht und unsachgemäß eingenommen, besteht jedoch die Gefahr, dass das lebenswichtige Medikament in Zukunft seine Wirkung verliert", betonte der AOK-Vorstandsvorsitzende Tom Ackermann.