Hamburg & Schleswig-HolsteinGefundene Knochen stammen nicht von vermisstem Studenten

Die Suche nach dem Leichnam des vermissten Studenten aus Neumünster geht weiter. Im März entdeckte Knochen stammen nicht von ihm. Die Ermittlungen dauern an.
Neumünster (dpa/lno) - Die im Brachenfelder Gehölz bei Neumünster gefundenen Knochen stammen nicht von dem seit elf Jahren vermissten Studenten. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel. Stattdessen handele es sich um tierische Überreste. Zuvor hatte der "NDR" berichtet. Zuvor hatte der "NDR" darüber berichtet.
Möglicherweise könnten es Schlachtabfälle sein, die im Gehölz deponiert wurden, erklärte der Sprecher. Die Ermittlungen würden fortgeführt und weitere Spuren abgearbeitet. Weitere Details konnten aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht gegeben werden.
Bereits im Februar hatten Einsatzkräfte in einem Waldgebiet nördlich von Neumünster mehrere Tage lang erfolglos nach dem Leichnam des Studenten gesucht. Dabei waren auch Leichenspürhunde zum Einsatz gekommen. Überprüft wurden zudem ehemalige Baugruben an der Bundesstraße 4, die zum Zeitpunkt des Verschwindens offen waren. Diese Suchmaßnahmen blieben ohne Erfolg.
Ermittlungen der Spezialabteilung gehen weiter
Die Cold Case Unit ermittelt nach Abschluss der Suche weiter zum Verschwinden eines damals 28 Jahre alten Maschinenbau-Studenten aus Neumünster im Dezember 2014. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden.
Der junge Mann war zuletzt am Mittag des 15. Dezember 2014 von seiner Freundin in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen worden. Am Abend desselben Tages meldete sie ihn als vermisst. Sein Auto wurde fünf Tage später in Hamburg gefunden. Im Januar 2015 geriet außerdem ein Leihanhänger mit einer auffälligen gelben Plane in den Fokus, der offenbar von dem jungen Mann genutzt worden war.
Ein Tatverdacht richtete sich gegen zwei damals 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln, die zum Umfeld des Vermissten gehörten. Die Tat konnte ihnen jedoch nicht nachgewiesen werden, wie die Ermittler berichteten.