Hamburg & Schleswig-HolsteinTHW Kiel gewinnt kleines Nordderby beim HSV Hamburg

Rote Karte für den THW, Comeback von Magaard beim HSVH: Das Nordduell bietet Spannung und besondere Momente – und der Rekordmeister aus Kiel behält am Ende die Oberhand.
Hamburg (dpa/lno) - Der THW Kiel hat das kleine Nordderby in der Handball-Bundesliga gegen den HSV Hamburg für sich entschieden. In der Hansestadt feierte der Rekordmeister einen 34:27 (19:14)-Auswärtssieg. Eric Johansson war mit acht Treffern vor 11.619 Zuschauern bester Werfer der Kieler. Für die Gastgeber war Nicolaj Jörgensen neunmal erfolgreich.
Die Gäste musste auf ihren Spielmacher Elias Ellefsen á Skipagøtu verzichten, der an einer Schulterverletzung laboriert. Bei den Gastgebern stand Kreisläufer Andreas Magaard erstmals seit seiner Knieoperation wieder in der Startaufstellung.
HSVH kassiert vor der Pause drei Treffer in das leere Tor
Der THW scheiterte in der Anfangsphase einige Male am guten Hamburger Schlussmann Robin Haug, übernahm dann aber die Kontrolle. Mit einem Wurf in das leere Tor stellte Kiels Kapitän Domagoj Duvnjak auf 12:9 (18. Minute) und zwang HSVH-Trainer Torsten Jansen zu einer ersten Auszeit. Die Gastgeber kassierten zwei weitere Treffer, als kein Keeper zwischen den Pfosten stand: Lukas Zerbe fing einen langen Pass vom Rune Dahmke im Sprung und vollendete zum 18:13 (26.). Das 19:13 (30.) erzielte dann Gäste-Schlussmann Gonzalo Perez de Vargas.
Hamburg kam mit neuem Schwung aus der Pause. Rechtsaußen Frederik Bo Andersen wurde im Gegenstoß von Lukas Zerbe gefoult, wofür der Kieler die Rote Karte sah (37.). Andersen vergab zwar den folgenden Siebenmeter, verkürzte dann aber auf 19:22 (38.). Dass die Wende ausblieb, lag auch an Perez de Vargas. Der Spanier war immer wieder zur Stelle und sicherte dem THW den Auswärtssieg.