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Hamburg & Schleswig-HolsteinKöhlbrandbrücke blockiert - Geldstrafe für Klimaaktivist

13.04.2026, 17:01 Uhr
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Gegen Klimakrise und Kolonialismus blockieren Aktivisten die Köhlbrandbrücke an zwei Straßen im Hamburger Hafen. Jahre später bekommt einer von ihnen eine Geldstrafe.

Hamburg (dpa/lno) - Wegen Teilnahme an vier Straßenblockaden in Hamburg hat das Amtsgericht Harburg einen 49-Jährigen zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt. Der Angeklagte wurde wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in vier Fällen, davon in drei Fällen in Tateinheit mit Nötigung, schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich der 49-Jährige am 13. August 2022 gemeinsam mit weiteren Beteiligten auf den Fahrbahnrand der Köhlbrandbrücke gesetzt und sich mit einer Hand am Asphalt festgeklebt. Dabei trug er ein Plakat mit der Aufschrift "Hamburger Hafen = Moderner Kapitalismus".

Drei weitere Blockadeaktionen

Sechs Monate zuvor, am 4. Februar 2022, beteiligte sich der Angeklagte demnach an einer Blockade der Billhorner Brückenstraße an den Neuen Elbbrücken. Am 23. März 2023 war erneut die Köhlbrandbrücke das Ziel einer Blockadeaktion von Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation gewesen, darunter der 49-Jährige. Nur fünf Tage später, am 28. März 2023, folgte eine Blockade der wichtigen Hafenroute Am Saalehafen / Veddeler Damm.

Der Angeklagte hatte vier Strafbefehle über insgesamt 210 Tagessätze bekommen. Dagegen legte er Einspruch ein, wodurch es zu dem Prozess vor dem Amtsgericht kam. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Erst am Dienstag vergangener Woche hatte das Amtsgericht Hamburg einen Klimaschützer zu einer Verwarnung nach dem Jugendstrafgesetz verurteilt. Der 21-Jährige aus Berlin hatte am 13. Juli 2023 an einer Blockadeaktion der Letzten Generation auf dem Flughafen Hamburg teilgenommen. Richter und Staatsanwältin hatten dem Angeklagten ihren Respekt für seinen Mut und sein uneigennütziges Motiv ausgesprochen.

Quelle: dpa

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