Hamburg & Schleswig-HolsteinInitiative "OlympJA" ruft zu Kundgebung auf

Am 31. Mai stimmen die Hamburgerinnen und Hamburger über eine Olympiabewerbung ab. Mit guter Laune, Sportaktivitäten und Musik will die Initiative "OlympJA" für eine Zustimmung werben.
Hamburg (dpa/lno) - Die Initiative "OlympJA" ruft Menschen aus Sport, Kultur und Hamburger Stadtgesellschaft dazu auf, sich für eine Olympiabewerbung der Hansestadt starkzumachen. Hierzu organisiert die Initiative - ein Bündnis aus politisch unabhängigen Ehrenamtlichen - am 24. April eine Kundgebung am Jungfernstieg. "Es ist Zeit, Lust zu machen auf diese Großveranstaltung", sagte Matthias Onken, Journalist, Kommunikationsberater und einer der Initiatoren der Initiative. "Wir glauben, dass Hamburg die Kraft hat das auf die Beine zu stellen."
Für die Kundgebung sei ein Mix aus Musik, Wortbeiträgen und Sportaktivitäten geplant, sagte er. Unter anderem soll die Alster mit Wassersportlerinnen und -sportlern bespielt werden. "Es ist wichtig, dass wir da als Vereine dabei sind", sagte Katharina von Kodolitsch, Präsidentin vom Hamburger Sportbund. Ein Zusammenschluss aus den 25 größten Sportvereinen Hamburgs habe bereits zugesagt, sagte Onken.
Zu den Initiatoren gehören neben Onken und von Kodolitsch auch der Unternehmer Uwe Bergmann, Kazim Abaci, Geschäftsführer von Unternehmer ohne Grenzen, und Veranstaltungsplaner Christian Gerlach. Ziel der Initiative sei es, ein sichtbares, positives Zeichen für die Spiele in Hamburg zu setzen – getragen von Begeisterung, Gemeinschaft und Zuversicht.
Hamburgerinnen und Hamburger entscheiden Ende Mai
Auslöser der Initiative sei eine Infratest-dimap-Umfrage des NDR gewesen, sagt Onken. Laut dieser sah jüngst eine Mehrheit der Hanseatinnen und Hanseaten die Olympiabewerbung kritisch. Demnach gaben 50 Prozent der Befragten auf die Frage, ob sie die Olympiabewerbung Hamburgs eher gut oder eher schlecht finden, "eher schlecht" an. "Eher gut" wurde die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 demnach nur von 41 Prozent der Befragten gesehen.
Hamburg ist neben Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr einer von vier Kandidaten für eine deutsche Bewerbung. In München hatten sich in einem Referendum im Oktober vergangenen Jahres mehr als 66 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für eine Bewerbung als Austragungsort ausgesprochen.
In Hamburg findet das Referendum am 31. Mai statt. 2015 hatte es bereits ein Referendum über eine Bewerbung der Stadt für die Spiele 2024 gegeben. Damals stimmten die Bürger mit knapper Mehrheit (51,6 Prozent der Befragten) gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele.