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Hamburg & Schleswig-Holstein Hunderte Feuerwehreinsätze nach Gewitter und Starkregen

Regentropfen sind auf einer Autoscheibe zu sehen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

(Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild)

Schon am frühen Morgen grollte es gewaltig. Es folgten heftige Gewitter mit Starkregen. Die Feuerwehrleute hatten alle Hände voll zu tun. Zwei Kranführer waren zur Zeit der Gewitter hoch in der Luft.

Hamburg (dpa/lno) - Wegen des Unwetters mit Starkregen und Gewitter in Hamburg waren am Freitagmorgen zwei Kranführer auf einer Baustelle in der Hafencity zeitweise in ihren Kabinen eingesperrt. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte es durch einen Blitzeinschlag in einen Kran einen Stromausfall gegeben, wie eine Feuerwehrsprecherin sagte. Einer der beiden Männer habe später selbstständig herunterklettern können. Der zweite wollte dies zuerst auch tun, auf halber Strecke verließen ihn jedoch die Kräfte, so dass die Höhenrettung den Mann auf den Boden abseilte.

Dass die Männer trotz des Gewitters in ihren Kränen blieben, sei die richtige Entscheidung gewesen. "Jede Krananlage hat einen Blitzableiter. Viel gefährlicher wäre es gewesen, wenn sie zur Zeit des Unwetters abgestiegen wären."

In der Innenstadt mussten zudem vier Handwerker auf einem Dach - vermutlich nach einem Blitzeinschlag in der unmittelbaren Nähe - rettungsdienstlich versorgt werden. Sie konnten nach der medizinischen Versorgung auf der Baustelle bleiben. Nach derzeitigem Stand gibt es laut Feuerwehr nach dem Unwetter in der Hansestadt keine Toten und keine Brände.

Dennoch hatten die Einsatzkräfte in der Hansestadt alle Hände voll zu tun. Allein bis etwa 11.00 Uhr wurde die Feuerwehr zu mehr als 260 Einsätze gerufen, wie die Sprecherin weiter sagte. Dabei mussten Feuerwehrmänner und -frauen der freiwilligen und der Berufsfeuerwehr vor allem wegen überschwemmter Straßen und übergelaufener Keller ausrücken.

Die Staats- und Universitätsbibliothek musste nach einem Blitzeinschlag mit anschließendem Stromausfall geschlossen werden. Es sei zu Ausfällen und Störungen in der Gebäudetechnik gekommen, hieß es auf der Internetseite der Universität. Ob die Bibliothek am Montag wieder öffnen könne, war zunächst unklar.

Auch im südlichen Schleswig-Holstein sorgte heftiger Regen für überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller. Allein in Bad Bramstedt im Kreis Segeberg rückte die Feuerwehr zu mehr als 50 Einsätzen aus.

© dpa-infocom, dpa:210910-99-163441/4

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