Hamburg & Schleswig-HolsteinKater aus Bad Segeberg gestorben - Polizei ermittelt

Im Körper des Tieres werden Luftgewehr-Projektile entdeckt - der Kater muss eingeschläfert werden. Die Polizei sucht jetzt nach dem unbekannten Täter. Es ist nicht der erste Fall dieser Art.
Bad Segeberg (dpa/lno) - Nach dem Tod eines Katers in Bad Segeberg ermittelt die Polizei. Im Kopf und Hals des Tieres steckten zwei Luftgewehr-Projektile - es war nicht mehr zu retten. Der zuständige Ermittlungsdienst des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Bad Segeberg nahm die Ermittlungen auf und sucht nach dem Schützen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es liege der Anfangsverdacht einer Straftat vor. Zuerst hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet.
Tierärzte suchten vergeblich
Kater "Blacky" habe sich Mitte März verändert, sagte die Besitzerin den "Kieler Nachrichten". Er habe nicht mehr fressen wollen, ein Auge sei geschwollen gewesen. Mehrere Tierärzte suchten rund vier Wochen vergeblich nach der Ursache. Dem Tier ging es laut Bericht immer schlechter.
Erst eine Computertomografie und Röntgenaufnahmen in einer Tierklinik brachten den Befund: zwei Luftgewehr-Projektile im Körper des Katers, sogenannte Diabolos. Der Kater musste eingeschläfert werden.
Ähnlicher Fall in Itzstedt
Die Besitzerin erstattete Anzeige. Ein vergleichbarer Fall sei Anfang 2026 in Itzstedt gemeldet worden, sagte der Polizeisprecher. Dort wurde ein Luftgewehr-Projektil im Rumpf einer Katze gefunden.
Der Besitz eines Luftgewehrs ist in Deutschland grundsätzlich erlaubnisfrei. Benutzt werden darf die Waffe aber nur auf befriedeten Privatgrundstücken. Der Beschuss von Wirbeltieren ist nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat und wird mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet.