SachsenMutter dankt Helfern nach Einsturz in Görlitz

Während die Suche nach einem Vermissten andauert, setzt der Oberbürgermeister Octavian Ursu auf persönliche Gespräche mit Angehörigen – auch in ihrer Muttersprache.
Görlitz (dpa/sn) - Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) hat während der fieberhaften Suche engen Kontakt mit den Angehörigen der Opfer gehalten. Unter anderem war die Mutter der 26-Jährigen aus Rumänien vor Ort, die am Donnerstagnachmittag tot aus den Trümmern geborgen wurde. "Heute war die Mutter dabei, erstaunlich gefasst", sagte der CDU-Politiker. Sie habe erwartet, dass eine schlimme Nachricht komme. Es habe ihn beeindruckt, dass sich die Frau für die Unterstützung der vielen Helfer bedankt habe. "Dass man in so einer Situation an so etwas denken kann, ist schon beeindruckend."
In der Nacht hatten die Einsatzkräfte bereits die Leiche der vermissten 25 Jahre alten rumänischen Touristin gefunden. Nach dem dritten Vermissten wurde am frühen Abend weiter gesucht, vor allem im hinteren Bereich der Trümmer.
"Ich glaube, es war auch für die Unterstützung der Angehörigen wichtig, dass ich ein bisschen mehr in der Landessprache vermitteln konnte", so Ursu, der selbst aus Rumänien stammt. Die Polizei und die Seelsorger stünden auch in Kontakt mit der Familie des vermissten Mannes in Magdeburg.
Das Haus, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, war am Montagabend eingestürzt.