Hamburg & Schleswig-HolsteinKonzept zur Vertiefung des Husumer Hafens kommt

Schiffe mit großem Tiefgang stoßen im Husumer Hafen oft an Grenzen. Nun prüft das Land eine Teil-Vertiefung – aber auch die Auswirkungen auf den Nationalpark Wattenmeer werden geprüft.
Kiel (dpa/lno) - Husum kann auf eine Verbesserung in seinem Hafen hoffen. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) werde ein Konzept für eine Teil-Vertiefung erarbeiten, kündigte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) an. Trotz regelmäßiger Baggerarbeiten hätten Schiffe mit größerem Tiefgang Probleme, die Anlegeplätze zu erreichen. Daher sei das Ziel, eine Fahrrinne zu baggern, die im Außenhafen zu verschiedenen Liegeplätzen führt. Damit soll auch das Zeitfenster, in denen die Schiffe im tideabhängigen Husumer Hafen fahren können, größer werden, so der Minister.
Auswirkungen auf Nationalpark Wattenmeer werden geprüft
Der LKN.SH werde jetzt prüfen, wie die Ausbaggerung umgesetzt werden und wie der Kosten- und Zeitrahmen aussehen könnte. Auch die Genehmigungsplanung werde erarbeitet. Wichtige Faktoren seien dabei unter anderem Auswirkungen auf den Nationalpark Wattenmeer und bestehende Bauwerke.
"Unsere Häfen sind Wirtschaftsfaktor, Daseinsvorsorge und Aushängeschild für den maritimen Standort Schleswig-Holstein", betonte Madsen. "Jeder investierte Hafen-Euro bedeutet sichere Jobs und stabile Wertschöpfungsketten."
Interessengemeinschaft fordert rasche Umsetzung
Von der Interessengemeinschaft Nordfriesische Häfen (IGNH) kam Zustimmung und die Forderung nach einem zielgerichteten und zeitlich verbindlichem Planungsverfahren. Die betroffenen Unternehmen erwarteten eine nahtlose Umsetzung. Die Probleme seien schließlich seit vielen Jahren bekannt.
Der Hafen Husum gehört nach Angaben des Ministeriums dem Land. Der im Stadtzentrum liegende Binnenhafen ist verpachtet und wird für Freizeitzwecke genutzt. Der Außenhafen ist wirtschaftlich genutzt und wird vom LKN.SH für das Verkehrsministerium betrieben.