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Hamburg & Schleswig-HolsteinMinister entschuldigt sich für Fähr-Chaos auf der Schlei

19.06.2026, 16:08 Uhr
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Nach wochenlangen Ausfällen der Schleifähre entschuldigt sich Minister Madsen bei den Betroffenen. Derzeit fährt die "Missunde III" wieder. Die Opposition fragt sich wie lange und stellt Forderungen.

Kiel (dpa/lno) - Angesichts von Verspätungen und Ausfällen der Schleifähre "Missunde III" hat sich Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen im Landtag in Kiel bei den Menschen in der Region entschuldigt. "Ich möchte mich ausdrücklich bei den Einwohnerinnen und Einwohnern, die Unternehmerinnen und Unternehmer, die Pendler, die Schülerinnen, alle, die darüber fahren, entschuldigen für diese ganzen Unterbrechungen", sagte der CDU-Politiker bei seiner Rede. "Das hat niemand so gewollt".

Nach dreiwöchiger Zwangspause hatte die Solarfähre am Dienstag ihre Fahrt wieder aufgenommen. Die Fähre war am 24. Mai nach nur wenigen Wochen im Einsatz aus Sicherheitsgründen und Reparaturen an der Antriebsanlage vorläufig außer Dienst gestellt worden. Die zwischen Brodersby und Kosel-Missunde verkehrende "Missunde III" hatte erst Ende April mit einer Verzögerung von zwei Jahren den Betrieb aufgenommen.

"Wir brauchen die Mobilität über die Schlei", erklärte Madsen. Im Moment gebe es allerdings keine Alternative zur "Missunde III". Ein Einsatz des Vorgängers "Missunde II" sei nicht möglich. Um diese in den Einsatz zu bekommen, brauche es Monate - zudem sei sie aufgrund ihrer Konstruktion nicht mehr zulässig als Personenfähre.

SPD und SSW fordern kurzfristige Inbetriebnahme von "Missunde II"

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) und die SPD hatten das Thema der "Missunde III" und die Fährverbindung über die Schlei mit einem Antrag in den Landtag gebracht. Sie forderten darin, die "Missunde II" unabhängig zu prüfen und das Schiff kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen, um den Betrieb ab 2027 zu sichern. Der Antrag wurde mit den Stimmen von CDU und Grünen abgelehnt - die FDP enthielt sich.

Minister Madsen erklärte laut der SPD-Abgeordneten Birte Pauls, dass Umbaumaßnahmen, um die Missunde II wieder fahren zu lassen, Monate dauern würden. "Die Experten vor Ort, die die alte Fähre kennen, sprechen von nur 14 Tagen", sagte sie. Zudem kritisierte die Sozialdemokratin die Kommunikation vor Ort als "miserabel" und das Krisenmanagement als "fehlerhaft".

Quelle: dpa

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