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Hamburg & Schleswig-HolsteinSPD fordert mehr Förderung für Wohnungen lokaler Unternehmen

30.01.2026, 10:42 Uhr
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18.000 Sozialwohnungen fallen laut dem SPD-Abgeordneten Thomas Hölck in Schleswig-Holstein bis 2030 weg. Dem planen die Sozialdemokraten entgegenzuwirken und dafür auch Arbeitgeber mit an Bord holen.

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins SPD-Fraktion fordert den Bau von Wohnungen lokaler Unternehmen zu fördern. Alleine zwischen 2026 und 2030 fielen rund 18.000 Wohnungen aus der Sozialbindung heraus, sagte der SPD-Abgeordnete Thomas Hölck. "Das entspricht fast 40 Prozent des Gesamtbestandes und das ist dramatisch"

Selbst das Ziel der schwarz-grünen Landesregierung - jährlich 2.000 geförderte Wohnungen zu genehmigen und bauen zu lassen - werde nicht ausreichen, um das Minus auszugleichen. Hölck erklärte: "Wir werden 2030 8.000 Sozialwohnungen weniger haben, wenn das so weitergeht wie bisher."

Daher sieht der Antrag der Sozialdemokraten vor, das bestehende Wohnraumförderprogramm des Landes um eine zusätzliche Förderung zu erweitern. Ziel sei es, Wohnprojekte zu unterstützen, die Fachkräfte in Regionen halten, wo der Wohnungsmarkt kleine und mittelgroße Unternehmen bei der Personalgewinnung behindert. Dies betreffe vor allem touristische Regionen, aber auch andere Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt.

Alternativantrag der Landesregierung

Laut Hölck braucht es dafür auch Anreize, privates Kapital in den sozialen Wohnungsbau zu lenken. Die Idee: Die Förderung soll mit Investitionen einzelner Unternehmen verknüpft werden. Diese müssten die Mietbedingungen und den Zugang zu Sozialwohnungen wahren, dürften aber ihre Mitarbeitenden dort unterbringen. "Das Ziel muss sein: Bauen, bauen, bauen", betonte der SPD-Abgeordnete.

Die schwarz-grüne Landesregierung hat stattdessen einen Alternativantrag vorgelegt. Sie fordert, Projekte zur Schaffung von Wohnraum für Arbeits- und Fachkräfte in der Förderberatung eng zu begleiten und auszuwerten. Die Ergebnisse will sie anschließend im Innen- und Rechtsausschuss präsentieren.

Quelle: dpa

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