Hamburg & Schleswig-HolsteinSpatenstich für Kiezkante: Mix aus Wohnen und Kreativität

Auf dem ehemaligen Esso-Häuser-Areal entsteht bis 2029 ein neues Quartier mit geförderten Wohnungen, Hotel, Kita und Raum für Kreative. Was die Kiezkante für den Stadtteil St. Pauli bedeutet.
Hamburg (dpa/lno) - Zwölf Jahre nach dem Abriss der sogenannten Esso-Häuser ist im Hamburger Stadtteil St. Pauli der Spatenstich für das Projekt Kiezkante erfolgt. Auf dem 6.100 Quadratmeter großen Areal in unmittelbarer Nähe der Reeperbahn und des Spielbudenplatzes sollen bis 2029 ein Hotel, eine Kindertagesstätte, 169 öffentlich geförderte Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Geplant sind auch Räume für die Kultur- und Kreativszene.
In Abstimmung mit der Stadtentwicklungs-, der Finanz- und der Kulturbehörde sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte realisieren die Wohnungsgesellschaft Saga und das Unternehmen Quantum das Bauvorhaben, das zuvor unter dem Namen Paloma-Viertel bekanntgeworden war. Über die Kosten wurde zunächst keine Angaben gemacht.
"Spannendes Gesamtpaket"
Wegen Schwierigkeiten mit der Wirtschaftlichkeit hatte es einen jahrelangen Stillstand gegeben. 2024 kamen dann die Saga und Quantum ans Ruder. "Nach der langen Zeit des Stillstands wird aus der Brache im Herzen von St. Pauli nun endlich wieder ein lebendiger Ort", freute sich Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) auf die Umsetzung. Mit dem geplanten Mix entstehe ein "ebenso starkes wie spannendes Gesamtpaket".
"Wir schaffen hier Wohnraum für St. Pauli", sagte Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD), die das Projekt als ein "sehr emotionales" bezeichnete: "Ich hatte auch eine Jugendzeit und habe hier an der Tankstelle eingekauft." Die Kaltmieten für die Wohnungen in den sechs- bis achtgeschossigen Gebäuden sollen zwischen 7,10 Euro und 12,10 Euro pro Quadratmeter liegen.