Hamburg & Schleswig-HolsteinViertelmillionster Gast in der Seemannsmission
Auch Weihnachten und Silvester steuern Kreuzfahrtschiffe den Hamburger Hafen an. In den Seafarers' Lounges können sich die Crew-Mitglieder ein wenig erholen.
Hamburg (dpa/lno) - Mehr als eine Viertelmillion Besucher haben die Mitarbeitenden der Seafarers' Lounges an den drei Hamburger Kreuzfahrtterminals bereits begrüßt. "Kreuzfahrten boomen nach Corona wieder. Das merken wir auch dort, wo es um die Crews der Seeleute selbst geht, in der Lounge. In diesem Jahr waren unsere Türen bei rund 90 Prozent aller Anläufe geöffnet", sagte Seemannsdiakon Olaf Schröder am Freitag in Hamburg. Auch rund um die Feiertage seien die Lounges geöffnet, denn auch über Weihnachten und Silvester laufen einige Kreuzfahrtschiffe Hamburg an.
"Gab es früher in Hamburg noch einen Unterschied zwischen Haupt- und Nebensaison, so ist aktuell gefühlt das ganze Jahr Hauptsaison", sagte Schröder. Mittlerweile fehle der Non-Profit-Organisation zusätzliches Personal, um dem Bedarf der Crews gerecht zu werden. Auf den großen Kreuzfahrtschiffen arbeiteten zum Teil mehr als 1500 Menschen. Für Gäste aber sei ein großer Teil nicht sichtbar, weil sie in der Wäscherei, im Maschinenraum oder der Küche aktiv sind.
Die Seafarers' Lounge wurde 2010 gegründet und ist seit 2016 als gGmbH organisiert, deren Gesellschafter die Seemannsmissionen Hamburg-Altona und Hamburg-Harburg sind. Anfangs kamen pro Jahr 10.000 Crewmitglieder. Inzwischen seien es rund 30.000 Crewmitglieder pro Jahr. "Für die Crews sind die Lounges Fluchten aus dem Arbeitsalltag. Hier können sie auftanken, Dinge des täglichen Bedarfs kaufen und über das kostenfreie WLan mit ihren Familien sprechen."