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HessenWie sich Trockenstress auf Hessens Feldern zeigt

26.06.2026, 06:01 Uhr
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Die Trockenheit hat Folgen für Hessens Bauern. Zuckerrüben und Mais zeigen erste Anzeichen von Trockenstress – was bedeutet das für die Ernte?

Friedrichsdorf/Taunus (dpa/lhe) - Sommerhitze und Trockenheit machen den hessischen Bauern zu schaffen. Betroffen sei vor allem die Region Südhessen, wo einige Landwirte bereits mit der Ernte der Wintergerste begonnen hätten, teilte eine Sprecherin des Hessischen Bauernverbandes auf Anfrage mit. Dort sei mittlerweile auch in den unteren Bodenschichten Trockenstress festzustellen. Auch Mittelhessen sei betroffen. Je nach Dauer werde die Trockenheit irgendwann für Kulturen, die erst später im Sommer geerntet werden, nicht mehr kompensierbar sein, "und Erträge werden sinken".

"Schlafende Bestände" und Blätterrollen

Bei Zuckerrüben, die auf eher sandigen Böden wachsen, gebe es bereits sogenannte "schlafende Bestände", bei denen die Blätter platt auf dem Boden liegen. Diese könnten sich zwar wieder erholen, bei anhaltender Trockenheit seien aber Schäden des Blattapparates zu erwarten.

Auswirkungen seien regional bereits auch beim Mais sichtbar. Die Pflanzen reagierten teils mit Blätterrollen auf die Trockenheit, die das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen beeinträchtige. Ob es zu langfristigen Schäden an der Ernte komme, sei aber derzeit noch schwer abzuschätzen, so die Sprecherin.

Sonnenbrand bei Früchten

Auch Früchte wie Himbeeren und Erdbeeren könnten bei großer Hitze und Trockenheit Schaden nehmen und Sonnenbrand zeigen. Damit seien diese nicht mehr verwertbar oder weniger haltbar. Eine extrem schnelle Reife könne sich zudem negativ auf die Qualität auswirken.

Folgen für Weizenernte bleiben abzuwarten

Beim Weizen machten sich Hitze und Trockenheit in einigen Regionen bereits durch die helle Farbe bemerkbar - bei diesem Getreide könne Trockenheit eine kürzere Kornfüllungsphase und Notreife nach sich ziehen und sich so negativ auf Ertrag und Qualität auswirken. Die tatsächlichen Auswirkungen der Witterung blieben jedoch vorerst abzuwarten, so die Sprecherin. Bei der Gerste wiederum rechnen die Landwirte nicht mit allzu großen Schäden, da die Ernte bereits beginne. Wo dies möglich sei, werde nun beregnet - etwa bei Sonderkulturen in Südhessen. "Jedoch ist dies nur in sehr begrenztem Rahmen möglich und teuer", erklärte die Sprecherin.

Quelle: dpa

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