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Hamburg & Schleswig-HolsteinWarnstreik: Landesbeschäftigte ziehen vor Finanzministerium

24.11.2023, 15:16 Uhr
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(Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild)

Kiel (dpa/lno) - Rund 2000 Beschäftigte des Landes sind bei einem Warnstreik am Freitag zum Finanzministerium in Kiel gezogen. Der Verband dbb Beamtenbund und Tarifunion hatte dazu aufgerufen, für höhere Löhne auf die Straße zu gehen. Die Beschäftigten warteten bislang vergeblich auf ein Angebot der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen, hieß es im Vorfeld vom Verband.

Der dbb fordert von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Dabei orientierte sich der Verband an den Einkommenserhöhungen von Bund und Kommunen, sagte der dbb-Landesvorsitzende Kai Tellkamp.

Es könne nicht sein, dass die Landesbeschäftigten beim Einkommensniveau hinter Bund und Kommunen hinterherhingen. Daher erhoffe er sich ein Entgegenkommen der Arbeitgeber bei der dritten Verhandlungsrunde vom 7. Dezember an.

Ebenso soll die Lohnerhöhung auch für Beamte umgesetzt werden. "Wir möchten, dass Beamtinnen und Beamte nicht abgehängt werden", betonte Tellkamp. Der Landtag müsse daher den geforderten Tarifabschluss zeitgleich für die Beamten umsetzen.

Zu der Demonstration, die am Exerzierplatz begann, kam schließlich auch Finanzministerin Monika Heinold, die für die Arbeitgeberseite mit am Verhandlungstisch sitzt. Die Grünen-Politikerin wurde daher von der Demonstrierenden alles andere als herzlich begrüßt.

"Natürlich haben sie eine faire Besoldung verdient", betonte Heinold. Es sei aber auch Aufgabe der Arbeitgeberseite, zu schauen, wie das Geld der Steuerzahler ausgegeben werde.

Quelle: dpa

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