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Hessen Auch Katholische Frauengemeinschaft fordert Zugang zu Ämtern

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Fulda (dpa/lhe) - Mit einer Aktion am Rande der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz hat sich auch die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) für die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche stark gemacht. Die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil übergab an den DBK-Vorsitzenden Georg Bätzing, sowie an Bischof Franz-Josef Bode aus Osnabrück und den Fuldaer Bischof Michael Gerber symbolische "Macht-Meter" in Form von purpurfarbenen Zollstöcken. "Nach 2000 Jahren Kirchengeschichte wird immer noch mit zweierlei Maß gemessen", erklärte Heil zu der Aktion am Dienstag in Fulda. "Wir haben viele Meter zurückgelegt, aber wir Frauen sind noch lange nicht da, wo wir hingehören."

Ebenso wie andere Frauenbewegungen fordert die kfd den Zugang für Frauen zu allen Diensten und Ämtern der katholischen Kirche. Zuvor hatte dies bereits die Vizepräsidentin des Zentralrats der deutschen Katholiken (ZdK), Claudia Lücking-Michel, im SWR getan. "Es geht um eine gleichberechtigte Zugangsmöglichkeit aller Getauften und Gefirmten zu allen Ämtern, die die katholische Kirche zu bieten hat", sagte die CDU-Politikerin. Ähnlich äußerte sich auch Angelika Fromm von der Aktion "Lila Stola", einer Arbeitsgruppe der Reformbewegung "Wir sind Kirche". "Wir fordern den Zugang zu allen Ämtern. Das ist eine Vision, bei der bleiben wir auch", sagte Fromm.

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