Regionalnachrichten

Hessen Aufhebung der Schonzeit für junge Füchse und Marderhunde

dpa_Regio_Dummy_Hessen.png

Wiesbaden/Bad Nauheim (dpa/lhe) - Der Landesjagdverband dringt darauf, die Schonzeit für junge Füchse und junge Marderhunde aufzuheben. Die Schonzeit sei vor allem zur Brutzeit von seltenen Bodenbrütern wie Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn ein großes Problem, erklärte Verbandspräsident Jürgen Ellenberger am Montag in Bad Nauheim. Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) sollte die bereits angekündigten Veränderungen der Jagdordnung daher schnellstmöglich umsetzen.

Der hessische Staatsgerichtshof hatte Mitte Februar in Wiesbaden geurteilt, dass die Vorgaben für Jagd- und Schonzeiten in Hessen teilweise nicht mit der Verfassung vereinbar sind. Unter anderem sei die Jagdverordnung für junge Waschbären, junge Marderhunde und junge Füchse mit Blick auf Eigentumsrechte unverhältnismäßig streng. Die Ministerin kündigte daraufhin Änderungen bei den Schonzeiten für diese Tiere an.

Das Umweltministerium prüfe derzeit das Urteil des Staatsgerichtshofs und werde die notwendigen Schritte schnellstmöglich umsetzen, erklärte eine Ministeriumssprecherin auf die Forderung des Jagdverbands. Die Aufhebung der Schonzeit für Jungwaschbären sei zudem bereits erfolgt.

Newsticker