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HessenBürgermeisterin geht von Millionenschäden durch Tornado aus

24.08.2026, 15:54 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Erst in den Tagen nach dem Tornado hat sich in Mittelhessen das ganze Ausmaß der Zerstörung gezeigt. Bürgermeisterin Didlapp geht alleine für Solms von siebenstelligen Schäden aus.

Solms (dpa/lhe) - Der Tornado in Mittelhessen dürfte alleine in Solms im Lahn-Dill-Kreis nach Einschätzung von Bürgermeisterin Katharina Didlapp (parteilos) einen Millionenschaden angerichtet haben. In den betroffenen Straßen gebe es kein Haus, das nicht von dem Wetterereignis in Mitleidenschaft gezogen worden sei, sagte Didlapp der Deutschen Presse-Agentur. Zahlreiche Schäden hätten sich erst in den Tagen nach dem Unwetter gezeigt.

Der Tornado war nach Erkenntnissen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am vergangenen Mittwoch durch den Großraum Wetzlar gefegt. Im Wetzlarer Stadtteil Münchholzhausen waren etwa 60 Häuser beschädigt worden. In Solms hatte es laut Didlapp insgesamt etwa ein Dutzend Häuser getroffen. Auch andernorts in Hessen hatten Unwetter Schäden verursacht.

Drei Häuser in Solms besonders schwer getroffen

Am schwersten habe es drei Häuser getroffen, sagte Didlapp: Hier sei in einem Fall ein ganzer Dachstuhl weggeflogen und habe sich in Einzelteilen in der Umgebung verteilt. In einem anderen Fall sei ein Dach angehoben worden und die Ziegel seien umhergeflogen. Sehr stark sei auch ein glücklicherweise unbewohntes Haus beschädigt worden, dessen Dachstuhl in sich zusammengesackt und ins Innere des Hauses gestürzt sei. Man könne "heilfroh" sein, dass durch das Unwetter niemand verletzt wurde, bekräftigte Didlapp.

Die neun Bewohner eines der drei besonders schwer beschädigten Häuser seien in einer Notunterkunft untergebracht worden. Die Bewohnerin eines zweiten Hauses sei vorläufig bei ihrer Tochter untergekommen, könne aber grundsätzlich wieder in ihr Haus zurück.

Bürgermeisterin lobt große Hilfsbereitschaft der Einwohner

Didlapp hob eine sehr große Hilfsbereitschaft unter den Einwohnern von Solms hervor. Neben einer Spendensammlung für die neunköpfige Familie hätten die Anwohner etwa in der Sturmnacht durch eingeschaltetes Licht signalisiert, dass man dort Unterschlupf finden könne. Zudem seien Handwerker teils schon in der Nacht zu betroffenen Häusern gekommen und hätten etwa beschädigte Dächer mit Planen abgedeckt und so gesichert. Unklar sei derzeit noch, inwieweit die entstandenen Schäden durch Versicherungen abgedeckt seien, sagte die Bürgermeisterin.

Quelle: dpa

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