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HessenDigitalisierung beschleunigt Steuerbescheide

10.02.2026, 04:03 Uhr
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Schneller Geld zurück - oder früher nachzahlen: Hessens Steuerzahler bekommen inzwischen durchschnittlich etwas früher Post vom Finanzamt zu ihrer Steuererklärung. Um welche Zeitspanne geht es?

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Finanzämter haben dank ihrer Digitalisierung Steuererklärungen schneller bearbeitet. 41 Tage betrug dieser Zeitraum im vergangenen Jahr für Einkommensteuererklärungen für 2024, wie das Finanzministerium in Wiesbaden mitteilte. Das waren im Durchschnitt drei Tage weniger als ein Jahr zuvor.

Mehr als 1,7 Millionen Einkommensteuererklärungen für 2024 bearbeiteten Hessens Finanzämter im vergangenen Jahr. Die durchschnittliche Erstattung für die Steuerbürgerinnen und Steuerbürger lag bei 1.053,90 Euro.

Eine der "digitalsten Verwaltungen Deutschlands"

"Die hessische Steuerverwaltung zählt zu den digitalsten Verwaltungen Deutschlands", erklärte Finanzminister Alexander Lorz (CDU). "Automatisierte Verfahren entlasten unsere Beschäftigten und beschleunigen Abläufe." 24,4 Prozent der Steuererklärungen von Arbeitnehmern für 2024 seien automatisiert bearbeitet worden.

Der Minister sprach von einem "übermäßig komplizierten Steuerrecht". Schnelligkeit alleine reiche nicht: "Entscheidend ist, dass wir Tempo und Sorgfalt miteinander verbinden. Gerade bei immer komplexeren Steuerfällen bleibt die Qualität der Bearbeitung unser oberstes Ziel."

Steuersoftware mit dem Namen eines Vogels

Was laut dem Finanzministerium "regelmäßig die Bearbeitung vereinfacht und auch beschleunigen kann, ist die elektronische Abgabe der Steuererklärung über Elster". Über diese Steuersoftware seien bereits gut 81 Prozent der Einkommensteuererklärungen für 2024 in Hessen abgegeben worden.

2018 hatten Hessens Finanzämter für Einkommensteuererklärungen durchschnittlich noch 58 Tage gebraucht. 2019 verkürzte sich diese Zeit laut Finanzministerium auf 52 Tage, 2020 auf 47 Tage und 2021 auf 46 Tage.

Bremsender Einfluss von Corona

Allerdings bekamen die Ämter damals wegen der Corona-Pandemie auch weniger Steuererklärungen. Wegen der folgenden Bugwelle mit besonders vielen Erklärungen stieg die durchschnittliche Bearbeitungszeit zunächst wieder - auf 50 Tage im Jahr 2022 und auf 51 Tage 2023.

Quelle: dpa

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