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Hessen Erneute Störung an Bahnübergang Nied

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An einem Bahnübergang im Frankfurter Stadtteil Nied ist erneut eine technische Störung festgestellt worden. Anfang Mai war es dort zu einem tödlichen Unfall gekommen. Die Stadt plant eine Unterführung.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Am Bahnübergang im Frankfurter Stadtteil Nied, an dem im Mai eine Fußgängerin bei offener Schranke von einem Zug erfasst worden war, hat es erneut eine Störung an der Schranke gegeben. Wie ein Sprecher der Bahn am Freitag sagte, war ein Schrankenantrieb blockiert. Am Mittag war die Störung demnach behoben, der Streckenabschnitt wurde wieder freigegeben. Zeitweise waren die Züge der Bahn zufolge umgeleitet worden. Die Störung bestand laut DB seit Donnerstagabend.

Anfang Mai war eine 16-Jährige an dem Bahnübergang bei offener Schranke von einem Zug getötet worden, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Eine weiter östlich der Strecke geplante Unterführung soll den Bahnübergang ersetzen. Dem Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) zufolge ist die Vorplanung abgeschlossen. Mit der Fertigstellung rechnet Oesterling in etwa acht Jahren.

Zusammen mit der DB sei die Genehmigungsplanung beauftragt worden. "Eine ganze Reihe an Gutachten", so Oesterling, sei in diesem nächsten Schritt vorgeschrieben. Das Verkehrsdezernat schließt Klagen von Anwohnern aber nicht aus. So seien unter anderem mehrere Grundstücke von der neuen Straßenführung, die für die Pläne notwendig sind, betroffen.

In dem Stadtteil gab es bereits lange die Forderung nach Beseitigung des unübersichtlichen Bahnübergangs, auf den mehrere Straßen münden und der in einer leichten Kurve liegt. Für eine Petition im Internet für den Bau der Unterführung hatten sich mehr als 4000 Unterstützer gefunden.

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