HessenGrüne: Entscheidung der CDU ist "völlig unverständlich"

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die hessischen Grünen haben die Entscheidung der CDU zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der SPD als "völlig unverständlich" bezeichnet. "Die Entscheidung der CDU kommt nicht überraschend. Denn wer eine erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen will, der braucht keine fünf Wochen langen Sondierungsgespräche", teilten die Landesvorsitzenden Sigrid Erfurth und Sebastian Schaub sowie Landtagsfraktionschef Mathias Wagner am Freitag in Wiesbaden mit. "Offensichtlich stand der Plan zum Wechsel schon lange fest."
Das schwarz-grüne Bündnis habe zehn Jahre lang "erfolgreich, verlässlich und vertrauensvoll" Hessen regiert, es habe auch keine Wechselstimmung gegeben. "Auch für die kommenden fünf Jahre hätten wir uns auf ein ambitioniertes und innovatives Regierungsprogramm verständigen können."
Fraktionschef Wagner sagte, es wäre von der CDU "angemessen und fair gewesen", den Bürgerinnen und Bürgern schon vor der Wahl zu sagen, dass sie mit den Grünen nicht weiterregieren wolle. Er ergänzte: "Große Koalitionen gelten gemeinhin als Notlösungen." Wagner versicherte: "Eins ist aber völlig klar: Wir können auch Opposition und wir werden diese Rolle sehr selbstbewusst dann auch annehmen."