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HessenHessens Arbeitsmarkt bleibt schwach

30.06.2026, 09:57 Uhr
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Trotz leicht sinkender Arbeitslosenzahlen bleibt Hessens Arbeitsmarkt schwach. Besonders die Industrie und Leiharbeitsfirmen kämpfen weiter mit Stellenverlusten.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni in Hessen nur um 352 Menschen im Vergleich zum Vormonat gesunken. Damit waren 208.320 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur berichtet. Zum Stichtag 11. Juni fiel die Quote um 0,1 Punkte auf 5,8 Prozent.

Der kleine Rückgang sei ausschließlich auf Saisoneffekte zurückzuführen, warnt die Agentur. Rechne man diese heraus, habe sich keinerlei Änderung am weiterhin schwachen Arbeitsmarkt Hessens ergeben.

Von einer Belebung sei man weit entfernt, sagt Direktionschef Frank Martin. "Selbst eine mögliche Entspannung der weltpolitischen Situation wird die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen kurzfristig nicht verändern." Besonders schwierig bleibe die Lage in der Industrie und bei Leiharbeitsfirmen. Allein im verarbeitenden Gewerbe Hessens seien seit 2020 mehr als 50.000 Stellen verloren gegangen. Dies weise eher auf strukturelle Probleme hin statt auf eine vorübergehende Wirtschaftsschwäche.

Weniger Ausbildungsstellen

Darunter leidet auch der Nachwuchs: Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 33.245 junge Menschen für eine Ausbildungsstelle gemeldet. Das sind 4,1 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem stünden aktuell nur 25.631 Ausbildungsstellen gegenüber. Nach Auswertungen der Agentur geht die Zahl der Lehrstellen seit 2022 zurück. Vor allem kleinere Betriebe scheuten den Aufwand. Dennoch spreche vieles dafür, weiter auszubilden, sagt Martin. Er appelliert: "Nicht auszubilden ist langfristig das größere Risiko."

Quelle: dpa

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