HessenHessens Schulen kämpfen mit Vandalismus auf Schultoiletten

Verschmutzte und beschädigte Schultoiletten: Hessens Schulen kämpfen zunehmend mit Vandalismus. Welche Maßnahmen Städte und Schulen jetzt ergreifen.
Wiesbaden/Marburg/Hanau (dpa/lhe) - Sie sind verschmutzt, beschädigt, verstopft: Vandalismus in Schultoiletten ist ein hessenweites Problem. Die Landeshauptstadt Wiesbaden etwa bezeichnet den Zustand der Schultoiletten als "Dauerproblem". Der Vandalismus nehme zu, berichtet ein Sprecher der Stadt.
Auch an den Schulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf kennt man Probleme mit verunreinigten oder verstopften Schultoiletten. Diese hingen auch mit dem Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer zusammen, erklärte ein Sprecher. "Ein Teil der Probleme ließe sich auch durch eine höhere Zielgenauigkeit und damit eine bessere Trefferquote sowie durch die konsequente Nutzung der Spültaste oder Toilettenbürste noch besser beherrschen."
Chipkarten für den Zugang zu sanierten Klos
In Hanau gibt es nach Angaben von Bürgermeister Maximilian Bieri (SPD) Schmierereien eher in Grundschulen und Sachbeschädigungen in weiterführenden Schulen.
Im nordhessischen Vellmar setzt die Ahnatal-Schule jetzt auf ein Chipkartensystem. Die integrierte Gesamtschule im Landkreis Kassel hat kürzlich eine Mädchen- und eine Jungentoilette renoviert. Benutzen dürfen diese Klos nur Schülerinnen und Schüler mit einer speziellen Chipkarte, für die sie 20 Euro Pfand hinterlegen.