HessenLost Places kein reines Social-Media-Phänomen

Frankfurt (dpa/lhe) - Ob für ein gutes Foto oder aus Interesse an dem Gebäude und seiner Geschichte: Auch in Hessen erkunden sogenannte Urbexer verfallene Häuser und brachliegende Industriegebäude. Bei diesen Lost Places gehe es darum, Orte zu entdecken, die authentisch sind und die noch nicht vom Mainstream eingenommen wurden, sagte die Frankfurter Städtebauprofessorin Maren Harnack.
"Durch die sozialen Medien wird ein größeres Publikum erreicht, dem man die Fotos präsentieren kann. Aber es ist kein reines Social-Media-Phänomen." Vielmehr stehe das eigene Erleben, das Entdecken im Vordergrund. "Das hat etwas Exklusives", meinte Harnack. "Es gibt nicht mehr so viele Orte, die man erforschen kann." Zudem seien Lost Places oft schwer zugänglich.
Im Internet finden sich - etwa auf Blogs, Facebook oder Instagram - Listen und Fotos von einstigen oder noch aktuellen Lost Places in Hessen. Dazu gehöre beispielsweise die eingestürzte Opel-Jagdvilla im Taunus oder der alte Flugplatz in Eschborn.