HessenMann soll Nachbarin getötet haben - Lärm als Motiv?

Warum endete ein Nachbarschaftsstreit tödlich? Vor dem Landgericht Hanau beginnt ein besonderer Prozess.
Hanau (dpa/lhe) - Weil er seine Nachbarin getötet haben soll, muss sich heute (9.00 Uhr) ein 59-Jähriger vor dem Hanauer Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus Heimtücke und zur Verdeckung einer Straftat vor.
Der Angeklagte und das Opfer haben den Angaben zufolge in einem Mehrfamilienhaus in Nidderau (Main-Kinzig-Kreis) gewohnt. Vor der Tat soll es Streit zwischen dem Mann und der 45-Jährigen gegeben haben, die ein Stockwerk über ihm wohnte. Der Angeklagte habe sich vom Lärm seiner Nachbarin gestört gefühlt.
Von der Nachbarin überrascht
Mitte März vergangenen Jahres soll der 59-Jährige mit einem Nachschlüssel unerlaubt in die Wohnung der Frau eingedrungen sein, weil er geglaubt habe, seine Nachbarin sei nicht zu Hause. Als die 45-Jährige ihn dann überrascht habe, sei sie von dem Mann durch stumpfe Gewalt getötet worden.
Nach Angaben seines Verteidigers hat der Angeklagte bislang zu den Vorwürfen geschwiegen. Es handele sich um einen Indizienprozess. Zur Aufklärung des Falls hat die Schwurgerichtskammer bereits 18 Verhandlungstage bis zum 20. August anberaumt.