HessenMehr Interesse an Hausarzt-Modell

Der Hausarzt als zentrale Schnittstelle im Gesundheitswesen: Immer mehr Menschen in Hessen finden die Idee gut. Was sind die Vorteile?
Hattersheim (dpa/lhe) - Der Hausarzt als zentrale Schaltstelle: Immer mehr Patienten finden dieses Modell gut und immer mehr Praxen machen mit. Innerhalb eines Jahres ist laut Hausärzteverband Hessen die Zahl der eingeschriebenen Patientinnen und Patienten um 100.000 gestiegen.
Bei der "hausarztzentrierten Versorgung" wenden sich Patienten immer zunächst an ihre Hausarztpraxis. Dort laufen Befunde zusammen, Therapien werden koordiniert, bei Bedarf wird man an Fachärzte oder Kliniken überwiesen. Das Modell gibt es seit 18 Jahren. Gesetzliche Krankenkassen sind verpflichtet, ihren Versicherten diese Option anzubieten.
Vorteil besonders für chronisch Kranke
Christian Sommerbrodt, Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Hessen, sieht viele Vorteile: "Hausärztinnen und Hausärzte behalten den Überblick über Krankheitsverläufe, Medikation und persönliche Lebenssituationen. Gerade für chronisch kranke und ältere Menschen ist diese kontinuierliche Begleitung ein entscheidender Vorteil."
Aktuell sind laut Hausärzteverband rund 800.000 Versicherte in Hessen eingeschrieben. 30 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte bieten laut Verband in Hessen dieses Modell an. Auch bei der Techniker-Krankenkasse beispielsweise steigen die Zahlen: Im ersten Quartal 2026 waren 144.000 TK-Versicherte eingeschrieben, im ersten Quartal des Vorjahrs erst 125.000.